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Asche für den Körper schädlich?
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Ich wohne recht nah an dem betroffenen Gebiet des Moorbrandes im Hohen Venn. Eine Geruchsbelästigung besteht weiterhin fort und ist vom Niederschlag und von der Windrichtung abhängig. Die Atemwege versuche ich durch das Tragen einer FFP2 Maske zu schützen. Sollte ich mich jetzt auch beim Essen und Trinken schützen?

👉Warum ist die Aufnahme von Asche so schädlich?

Bei dem Brand im Hohen Venn und im Hürtgenwald wurde nicht nur vor den giftigen Rauchgasen, sondern auch vor Asche gewarnt. Nicht nur das Einatmen, sondern die Aufnahme von Asche ist wohl sehr gesundheitsschädlich.

Während ich die Himbeeren, die ich jetzt noch im Garten ernten wollte, wohl einfach durch abwaschen reinigen kann, mache ich mir doch Gedanken über das Trinkwasser, das hier aus den Talsperren mit Zulauf aus dem abgebrannten Hohen Venn und Oberflächenwasser gespeist wird. Wenn sogar Brunnen überprüft werden müssen....🤔

Nach der Dürre und dem Moorbrand, das ja als Zombiefeuer auch noch weiterhin brennt/schwelt, dürfte die Konzentration nicht unerheblich sein. Die Verunreinigung mit Sediment durch die Entnahme des Löschwassers ist nicht so dramatisch.

Bisher haben wir auch statt gekauftem Mineralwasser mit einem Soda Stream selbst gesprudelt.

👉Benötige ich jetzt ein Filtersystem?


👉Welche Auswirkungen kann Asche auf den Magen-Darmtrakt haben?


👉Sollte ich jetzt die geplante Darmspiegelung im Oktober verschieben?


Gesundheitsrisiko Waldbrand

https://www.kreis-dueren.de/presse/krise-tipps-waldbrand-ga_2026-08-14.php

Neun wichtige Tipps, um Gesundheitsrisiken zu senken

Fenster und Türen schließen, Masken tragen

1. Was sollte ich sofort tun, wenn Rauch wahrnehmbar ist?  

Fenster und Türen schließen, Lüftung auf Umluft stellen, Aufenthalt im Freien reduzieren.

2. Ist eine FFP2-Maske im Freien sinnvoll?  

Ja, sie reduziert die Aufnahme von Rauchpartikeln, wenn der Aufenthalt in rauchbelasteten Gebieten draußen nicht vermeidbar ist.

3. Wer sollte besonders vorsichtig sein?  

Kinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit Atemwegs- oder Herzkrankheiten.

4. Darf ich Sport im Freien machen?  

Nein, bei sichtbarem Rauch oder starkem Geruch sollte Sport im Freien vermieden werden. Innenräume nutzen.

5. Wie gehe ich mit Asche um?  

Asche nicht aufwirbeln, nur feucht aufnehmen. Hände danach waschen.

6. Kann ich Obst und Gemüse aus dem Garten noch essen?  

Ja, wenn es gründlich gewaschen oder geschält wird. Sichtbare Asche vorher vorsichtig abspülen. Bei starker Aschebelastung besser nicht ernten.

7. Was ist mit Haustieren?  

Tiere möglichst im Haus halten, Futter und Wasser vor Asche schützen. Bei Husten oder tränenden Augen Tierarzt kontaktieren.

8. Können Kinder auf Spielplätzen spielen?  

Nein, Spielplätze bei Rauch meiden. Spielgeräte und Sandkästen nach Aschebelastung feucht reinigen bzw. abdecken.

9. Ist das Trinkwasser sicher?  

Ja, Leitungswasser ist sicher. Regenwasser aus Tonnen/Zisternen nicht nutzen. Private Brunnen nach starker Aschebelastung prüfen lassen.


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Ich würde die einzelnen Risiken hier etwas voneinander trennen. Dass bei einem Moor- oder Vegetationsbrand vor Rauch und Asche gewarnt wird, bedeutet nicht automatisch, dass dadurch auch das aufbereitete Trinkwasser gesundheitlich bedenklich ist.

Die wichtigste Belastung bei solchen Bränden entsteht in der Regel durch Rauch und Feinstaub über die Atemwege. Bei deutlich wahrnehmbarem Rauch sind geschlossene Fenster, möglichst wenig körperliche Anstrengung im Freien und gegebenenfalls eine gut sitzende FFP2-/FFP3-Maske durchaus sinnvoll.

Bei Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten würde ich sichtbare Staub- und Ascherückstände gründlich unter fließendem Wasser abwaschen. Stark verschmutzte Lebensmittel würde ich eher entsorgen. Eine besondere Schutzmaßnahme beim Essen oder Trinken selbst halte ich dagegen nicht für erforderlich.

Beim Trinkwasser würde ich vor allem unterscheiden, ob es sich um einen eigenen Brunnen oder um die öffentliche Wasserversorgung handelt. Bei öffentlichem Trinkwasser würde ich mich an den Informationen des Wasserversorgers bzw. Gesundheitsamtes orientieren. Allein aufgrund des Brandes würde ich weder vorsorglich auf Mineralwasser umsteigen noch ein Filtersystem anschaffen. Ein Haushaltsfilter entfernt außerdem nicht automatisch diejenigen Stoffe, über die man sich möglicherweise Sorgen macht. Bei einem eigenen Brunnen in einem tatsächlich betroffenen Einzugsgebiet könnte hingegen eine gezielte Wasseruntersuchung sinnvoll sein.

Auch "Asche– ist kein einzelner Giftstoff. Entscheidend ist, was verbrannt wurde und in welcher Konzentration man welchen Stoff tatsächlich aufnimmt. Asche aus Vegetation oder Moor ist anders zu bewerten als beispielsweise Asche nach einem Gebäudebrand mit Kunststoffen, behandeltem Holz und anderen Materialien. Aus "Dürre + Moorbrand + Zulauf zur Talsperre– lässt sich deshalb noch keine relevante Schadstoffkonzentration im Trinkwasser ableiten. Dafür bräuchte es Messwerte.

Die geplante Darmspiegelung im Oktober würde ich wegen einer lediglich vermuteten Aschebelastung nicht verschieben. Einen nachvollziehbaren Zusammenhang sehe ich hier nicht. Bestehen allerdings aktuell erhebliche Atemwegsbeschwerden oder andere akute gesundheitliche Probleme, würde ich diese mit der behandelnden bzw. endoskopierenden Praxis besprechen.

Bei anhaltender Sorge um das Trinkwasser wäre mein erster Schritt daher nicht der Kauf eines Filters, sondern eine Anfrage beim zuständigen Wasserversorger nach den aktuellen Messwerten bzw. danach, ob der Brand überhaupt messbare Auswirkungen auf die Roh- oder Trinkwasserqualität hat.

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