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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Zöliakie-Diagnostik unter lektinfreier Ernährung: Wie lässt sich eine Zöliakie richtig diagnostizieren, wenn man sich lektinfrei ernährt?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Zöliakie-Diagnostik unter lektinfreier Ernährung

Wie kann eine korrekte Zöliakie-Diagnostik durchgeführt werden, wenn jemand bereits eine lektinfreie Ernährung befolgt? Zöliakie ist eine spezifische Autoimmunerkrankung, bei der selbst geringe Mengen Gluten schwerwiegende Auswirkungen haben können.

Es gibt eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit anderen Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto auch von Zöliakie betroffen sind.

Viele Menschen mit Zöliakie erfahren trotz glutenfreier Ernährung keine vollständige Beschwerdefreiheit.

Ein wichtiger Grund dafür ist eine Lektinsensitivität, die bei circa 70% der Zöliakie-Patienten vorkommt. Erst durch das Weglassen von Lektinen sehen wir eine signifikante Verbesserung der Entzündungen und des allgemeinen Wohlbefindens.

Eine gängige Methode zur Zöliakie-Diagnostik ist die Überprüfung von Gliadin- und Transglutaminase-Antikörpern im Blut oder Stuhl. Diese Tests sind jedoch nur verlässlich, wenn der Patient regelmäßig Gluten zu sich nimmt.

Bei Menschen, die sich bereits lektinfrei ernähren, wäre ein Gentest auf Zöliakie-relevante Gene der erste Schritt. Solche Tests können vom Facharzt für Humangenetik durchgeführt werden und sind in der Regel durch das deutsche Versicherungssystem abgedeckt.

Falls der Patient weiterhin Gluten konsumiert, kann auch eine Stuhlprobe auf Antikörper hin untersucht werden. Dies ist besonders bei Kindern eine praktische Vorgehensweise. Antikörpertests im Stuhl haben sich als sehr zuverlässig erwiesen und zeigen oft schon nach zehn Tagen spezifische Reaktionen.

In der Diagnostik unterscheiden wir auch zwischen Zöliakie, Weizensensitivität und Allergien. Prick-Tests, die oft für Soforttyp-Allergien verwendet werden, sind für die Zöliakie-Diagnostik weniger geeignet.

Dennoch ist es sinnvoll, Weizen zu meiden, wenn Weizen-Antikörper festgestellt werden.

Theoretisch könnte eine Biopsie des Dünndarms im Rahmen einer Darmspiegelung zur Diagnose beitragen, unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass andere Methoden ausreichend sind, um festzustellen, ob Gluten konsumiert werden darf.

Letztlich ist es wichtig, Beschwerden zu lindern und klinisch zu bewerten, ob eine glutenfreie und lektinfreie Ernährung notwendig ist.

Insbesondere bei Kindern ist es essenziell, klar zu diagnostizieren, ob eine Zöliakie vorliegt.

Sollte das Kind später wieder Gluten konsumieren wollen, müssen entsprechende Antikörpertests durchgeführt werden, um eine belastbare Diagnose zu stellen.


Quellen: Serum anti-mullerian hormone sex hormone and nutrient levels in reproductive age women with celiac disease., Utilizing Telemedicine Applications in Celiac Disease and Other Gluten-Free-Diet-Dependent Conditions Insights from the COVID-19 Pandemic., SELF-REPORTED NON-CELIAC GLUTEN SENSITIVITY IN ITALIAN YOUNG ADULTS A CROSS-SECTIONAL STUDY. A DIETARY FAD?

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