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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Wie viel Stuhlgang eigentlich normal ist, das ist eine Frage, die viele Menschen beschäftigt. Im Medizinstudium habe ich gelernt, dass alles zwischen drei Mal die Woche bis zu drei Mal am Tag als normal gilt.
Dabei spielt die Aufnahme von Ballaststoffen eine wesentliche Rolle. Je mehr Ballaststoffe Sie zu sich nehmen, desto häufiger kann es zu Stuhlgang kommen, in vielen Fällen bis zu dreimal am Tag.
Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung, dass ein täglicher Stuhlgang notwendig ist, muss ich betonen: Auch weniger häufige Defäkationen können völlig gesund sein.
Wenn jemand jedoch sehr viele Ballaststoffe zu sich nimmt und deshalb einen häufigeren Stuhlgang hat, dann ist das grundsätzlich positiv zu bewertet. Ein häufiger Stuhlgang kann ein Zeichen für ein gesundes Verdauungssystem sein und eine kürzere Stuhlpassagezeit kann das Darmkrebsrisiko senken.
Viele Menschen bemerken nach dem Schlafen den ersten Stuhlgang des Tages. Dies passiert meist nach der ersten Mahlzeit oder einem warmen Getränk. Sie können testen, ob bestimmte Lebensmittel diesen Effekt begünstigen, indem Sie beispielsweise morgens nur ein Glas warmes Wasser trinken.
Bleibt der Stuhlgang aus, könnten bestimmte Nahrungsmittel der Auslöser sein. Identifizieren Sie die verdächtigen Speisen durch schrittweises Trennen Ihres Frühstücks in einzelne Bestandteile.
Eine weitere Überlegung betrifft die Konsistenz des Stuhls. Guter Stuhlgang sollte weder breiig noch flüssig sein, sondern optimalerweise eine geformte Konsistenz aufweisen. Ein Mentor von mir sagte einmal: žWenn eine geringelte Schlange in die Toilette blickt, machen Sie sich keine Sorgen.
' Sobald der Stuhl flüssiger wird, könnte dies auf ein Ungleichgewicht in der Darmflora oder ungünstige Ernährungsgewohnheiten hinweisen.
Zusammengefasst möchte ich Sie ermutigen, auf Ihren Körper zu hören und bei Auffälligkeiten genauer hinzuschauen.
Ein großes Glas warmes Wasser am Morgen kann schon Aufschluss darüber geben, ob Ihre Verdauungsmuster im Normalbereich liegen. Sollte das nicht der Fall sein, ermitteln Sie Schritt für Schritt, welche Lebensmittel eine Reaktion auslösen könnten.