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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Laktosefreien Milchprodukte: Darf ich Quark essen?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

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Laktosefreie Milchprodukte: Alles, was Sie wissen müssen

Immer mehr Menschen greifen heute zu laktosefreien Milchprodukten, und häufig stellt sich die Frage: Darf ich auch laktosefreien Quark bedenkenlos essen? Heute klären wir diese und weitere wichtige Aspekte zum Thema laktosefreie Ernährung.

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass Laktose, der Zucker in der Milch, nichts mit dem Vorkommen von Lektinen zu tun hat. Menschen mit einer Laktoseintoleranz fehlt das Enzym Laktase, das benötigt wird, um Laktose zu verdauen.

Fehlt dieses Enzym, kann der Konsum von laktosehaltigen Produkten zu Blähungen oder Durchfall führen. Hier gibt es zwei Lösungen: Entweder nimmt man Laktase-Enzymtabletten oder man greift auf laktosefreie Produkte zurück.

Diese laktosefreien Produkte werden hergestellt, indem Bakterien oder Enzyme die Laktose in einen anderen Zucker umwandeln. Dieser schmeckt meist süßer, hat aber nichts mit Lektinen zu tun.

Laktosefreie Produkte haben in der Regel einen höheren Verarbeitungsstatus. Wenn Sie also keine Laktoseintoleranz haben, ist es besser, normale Milchprodukte zu konsumieren. Wichtig zu beachten ist auch, dass Laktoseintoleranz nichts mit der Verträglichkeit von Lektinen zu tun hat.

Lektine sind Proteine und kommen in verschiedenen Milcharten vor.

Ein entscheidendes Protein in der Milch ist das Kasein. Es gibt zwei Haupttypen, A1 und A2. Ursprünglich gab es vor über zehntausend Jahren nur A2-Kasein.

Im Laufe der Zeit mutierten einige Rinder und produzieren heute A1-Kasein. Moderne Milchkühe, vor allem die schwarz-weißen Holstein-Kühe, produzieren in der Regel mehr Milch und enthalten A1-Kasein.

Ziegen, Schafe, Kamele und Yaks produzieren hingegen überwiegend A2-Milch.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen und keine A1-Milch konsumieren möchten, greifen Sie zu Ziegen- oder Schafsmilch.

Diese enthalten immer A2-Kasein. Allerdings gibt es auch in Deutschland einige Landwirte, die ihre Herden genetisch testen lassen und A2-Kühe halten. Die Produkte solcher Herden bieten eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie A2-Kasein enthalten.

Hersteller im süddeutschen und alpinen Raum, z.B. Berchtesgadener Land oder Schwarzwaldmilch, bieten eine höhere Chance auf A2-Milchprodukte.

Wenn es um Quark geht, sollten Sie berücksichtigen, dass dieser einen höheren Eiweißgehalt hat und somit mehr Kasein enthält.

Sollte in der Mischung noch A1-Kasein vorhanden sein, kann dies in größeren Mengen zu Reaktionen führen. Ein kleiner Schluck Milch in Ihrem Kaffee macht wahrscheinlich keinen Unterschied.

Bei großen Mengen Quark kann der Anteil an A1-Kasein jedoch signifikant sein. Kaufen Sie bei Unsicherheit Ziegen- oder Schafsquark, um sicherzugehen.

Zusammenfassend ist es vorteilhaft, auf Ziegen- oder Schafsmilchprodukte zu setzen, um die Aufnahme von A1-Kasein zu minimieren.

Dies gilt besonders, wenn Sie empfindlich auf bestimmte Milchproteine reagieren. Insgesamt führen Produkte aus dem süddeutschen Raum oft zu positiven Erfahrungen bei der Reduzierung von Lektinen in der Ernährung.


Quellen: Effectiveness of Growing-Up Milk Containing Only A2 -Casein on Digestive Comfort in Toddlers A Randomized Controlled Trial in China., Human adaptations to diet Biological and cultural coevolution.

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