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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Wir nehmen tägliche Mikronährstoffe auf, doch nehmen wir auch genug von den richtigen zu uns? Welche Mikronährstoffe sind notwendig, wenn Gelenkschmerzen plagen? Diese Frage ist durchaus berechtigt und kann evidenzbasiert beantwortet werden.
Vorneweg: möglichst nur Omega-3 Fettsäuren. Diese Omega-3-Fette stammen eigentlich von Algen, die vom Krill gefressen werden, welcher wiederum von Fischen aufgenommen wird. Daher ist Omega-3 häufig als Fischöl bekannt.
Obwohl es pflanzliche Omega-3 Quellen gibt, sind diese meist weniger effektiv, da der Körper nur einen kleinen Teil davon umwandeln kann, wie beispielsweise die Fettsäure ALA aus Leinsamen oder Chiasamen.
Ein großes Problem ist, dass viele pflanzliche Quellen auch Omega-6 Fettsäuren enthalten, die eher entzündungsförderlich sind, während Omega-3 Fettsäuren entzündungshemmend wirken.
Der Körper benötigt ein ideales Verhältnis, insbesondere von einem Teil Omega-3 zu zwei Teilen Omega-6. Viele haben jedoch ein viel ungünstigeres Verhältnis, oft zehn zu eins.
Um Gelenkschmerzen zu mindern, sollten Omega-6 Fettsäuren drastisch reduziert werden. Das Patientenhandbuch bietet hierzu detaillierte Informationen. Ein Bluttest kann helfen, das Verhältnis von Omega-3 und Omega-6 im Körper zu bestimmen.
Einige Stoffe, die im Knorpel vorkommen, können ebenfalls als Nahrungsergänzungen gekauft werden. Dazu zählen Glucosamin und Chondritin, die der Körper theoretisch selbst herstellen kann.
Glucosamin kann Gluten binden und damit Gelenkschmerzen lindern, die durch Gluten ausgelöst werden.
Antioxidantien wie Vitamin C und E sind ebenso wichtig. Insbesondere Vitamin E kann problematisch sein, da Omega-6 reiche Pflanzenöle dessen Stoffwechsel beeinträchtigen.
Vermeiden Sie daher Sonnenblumenöl, Rapsöl, Sojaöl und Maiskeimöl, um einen Vitamin E Mangel zu vermeiden.
Vitamin C ist essenziell für die Bildung von Kollagen, also dem Stoff, der für Knorpel und Sehnen notwendig ist.
Achten Sie auch darauf, genügend Vitamin D zu sich zu nehmen, um einen guten Spiegel im Körper zu halten. Ein Wert von 125 nmol/l ist ideal. Weitere wichtige Nährstoffe für die Knorpelbildung sind Vitamin K, Selen, Zink, Kupfer und Mangan.
Diese Nährstoffe sollten regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass kein Mangel vorliegt und die Gelenkgesundheit unterstützt wird.