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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Bei der Diagnose und Überwachung von Schuppenflechte und Psoriasis-Arthritis spielen Laborwerte eine zentrale Rolle. Insbesondere Entzündungsmarker sind von großem Interesse, da sie Hinweise auf das Ausmaß der Entzündung im Körper geben.
Zu den grundlegenden Entzündungsmarkern gehören die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und das C-reaktive Protein (CRP). Die Blutsenkungsgeschwindigkeit wird in vielen Praxen als Basiswert gemessen.
Ein hilfreiches und genaueres Maß ist jedoch das C-reaktive Protein. Es ist wichtig zu beachten, dass der CRP-Wert idealerweise unter der Nachweisgrenze von 0,5 mg/l liegen sollte, mindestens jedoch unter 1 mg/l.
Ein erhöhter Wert kann auf eine chronische Entzündung hinweisen.
Neben CRP und BSG gibt es weitere Entzündungsmarker wie TNF-alpha, die bei Psoriasis-Arthritis relevant sein können.
Einige Patienten haben zudem einen positiven Rheumafaktor, welcher ein wichtiger Hinweis auf Autoantikörper sein kann. Auch genetische Veranlagungen können eine Rolle spielen. Hier ist besonders der Genotyp HLA-B27 zu nennen, der genetisch getestet werden kann.
Es gibt jedoch auch weniger bekannte Marker wie das Endotoxin, ein Gift, das von Bakterien aus dem Darm stammt. Hier ist es oft sinnvoller, zunächst Entzündungen auf Magen-Darm-Ebene zu überprüfen, bevor man das Endotoxin selbst misst.
Erkennen Sie eine chronische Entzündung, ist es ratsam, diese ursächlich anzugehen. Über gezielte Labortests lässt sich so nicht nur der aktuelle Entzündungsstatus ermitteln, sondern auch gezielt Maßnahmen zur Behandlung und Prävention ergreifen.