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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Rheuma ist eine entzündliche Erkrankung, die viele Menschen betrifft. Betroffene sind oft verunsichert, welche Lebensmittel sie konsumieren sollten, um ihre Symptome zu lindern. Im Internet finden sich zahlreiche Empfehlungen, wie etwa, fettreiche tierische Lebensmittel wie Schmalz, Leber, Eigelb, Sahne und fettreiche Wurst zu meiden.
Es wird zudem empfohlen, höchstens zweimal pro Woche Fleisch zu essen und vor allem auf mageres Fleisch zurückzugreifen.
Während diese allgemeinen Ernährungstipps hilfreich sein können, habe ich in meiner Praxis viele Patienten und Patientinnen gesehen, die trotz dieser Empfehlungen große Probleme mit ihren Rheumasymptomen hatten.
Besonders Gelenkschmerzen waren häufig ein Thema. Dabei spielt eine entzündungsfördernde Ernährung oft eine größere Rolle, als vielen bewusst ist.
Gemüse etwa kann, obwohl es allgemein als gesund gilt, entzündungsfördernde Stoffe enthalten.
Diese Fraßgifte, bekannt als Lektine, sind in Nachtschattengewächsen, Kürbisgewächsen (zu denen auch Gurken gehören), Hülsenfrüchten und glutenhaltigen Getreiden vorhanden.
Viele Menschen mit Rheuma haben zudem eine Unverträglichkeit gegenüber Lektinen, was zu einer deutlichen Verschlechterung ihrer Symptome beitragen kann.
Eine lektinfreie Ernährung hat sich als sehr hilfreich erwiesen.
Patienten und Patientinnen berichteten von einer deutlichen Abnahme ihrer Rheumasymptome und einer Verbesserung der Lebensqualität. Wenn Sie an Rheuma leiden, sollten Sie sich unbedingt intensiver mit dem Thema Lektine auseinandersetzen.
Auch der Verzehr von fettreichen Lebensmitteln kann entzündungshemmend wirken, sofern die Quelle der Fette von guter Qualität ist. Gesättigte Fette sind nicht zwangsweise entzündungsfördernd, solange sie aus artgerechter Produktion stammen.
Schweinefett beispielsweise kann entzündungsfördernd sein, wenn das Tier mit soja- oder maishaltigem Futter, das viele Lektine enthält, gefüttert wurde. Solche falschen Pflanzenfette in der Tiernahrung können zu einem Übermaß an Omega-6-Fettsäuren im Endprodukt führen, was wiederum Entzündungen begünstigen kann.
Dagegen können Produkte wie Butter oder Käse aus zertifizierter Heumilch eher entzündungshemmend wirken. Eine bewusste Wahl der richtigen Nahrungsmittel kann also einen großen Unterschied machen und die Entzündungen und Schmerzen, die mit Rheuma einhergehen, deutlich reduzieren.