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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Was soll man essen, wenn man Schuppenflechte hat?

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Video-Transkript

Was soll man essen, wenn man Schuppenflechte hat?

Was sollte man eigentlich essen, wenn man eine Schuppenflechte (Psoriasis) hat? Grundsätzlich sollte die Ernährung einerseits Genuss bieten und andererseits ausreichend Nährstoffe liefern.

Ein kritischer Punkt ist dabei die ausreichende Aufnahme von Eiweißen.

Es gibt verschiedene Arten von Eiweißen, darunter tierisches und pflanzliches Eiweiß. Tierisches Eiweiß stammt von Tieren, die über andere Verteidigungsmechanismen verfügen als Pflanzen.

Ein Tier kann weglaufen oder sich verstecken, um sein Fleisch zu verteidigen. Bei Pflanzen ist das anders, da sie nicht weglaufen können. Sie mussten im Laufe der Evolution andere Methoden entwickeln, um sich vor Fressfeinden zu schützen.

Einige Pflanzen haben sich eine dicke Haut oder Schale wachsen lassen, wie beispielsweise Kokospalmen. Andere haben Stacheln entwickelt oder sind so hoch wie Bäume gewachsen. Als diese mechanischen Verteidigungsmechanismen nicht ausreichten, begannen viele Pflanzen, Gifte zu produzieren.

Diese Gifte schaden der Pflanze nicht, aber sie können den Fressfeind krank machen, den Magen verderben oder unfruchtbar machen. Diese Fraßgifte sind oft in Form von Eiweißstrukturen, sogenannten Lektinen, vorhanden.

Wenn man nun sagt, dass eine eiweißreiche Ernährung bei Schuppenflechte wichtig ist, muss man wissen, welche Eiweiße man zu sich nimmt. Lektine finden sich vor allem in glutenhaltigem Getreide, Hülsenfrüchten, Nachtschattengewächsen und Kürbisgewächsen.

Es ist wichtig, diese Lebensmittel entweder zu entgiften und zuzubereiten oder zu schälen und zu entkernen.

Oftmals werden solche Zubereitungsmethoden in verschiedenen Kulturen praktiziert.

Beispielsweise geschälte Tomaten in Italien oder geschälte Gurken in Südfrankreich. Diese Methoden verringern die Aufnahme von Lektinen. In der heutigen Zeit essen wir jedoch oft alles unbedacht mit und nehmen somit potenziell schädliche Lektine zu uns.

Wenn man zum Beispiel ein Weizeneiweißextrakt wie Seitan zu sich nimmt und darauf reagiert, kann dies bei einer Schuppenflechte von Nachteil sein. Es könnte die Entzündung verschlimmern.

Daher ist es wichtig, die Ernährung so anzupassen, dass Lektine vermieden werden.

Ein Ansatz zur Verbesserung der Ernährung bei Schuppenflechte besteht darin, die entzündungsfördernden Lebensmittel zu identifizieren und zu eliminieren.

So kann die Ernährung einen positiven Einfluss auf die Symptomkontrolle haben.


Quellen: A Critical Appraisal of Gluten in Skin Disorders the Evidence So Far and Updated Recommendations.

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