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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Was ist ein Lektin und was hat das mit Sjögren-Syndrom zu tun?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Einfluss der lektinfreien Ernährung auf das Sjögren-Syndrom

Lektine sind spezielle Pflanzenstrukturen, die sich an menschliche Körperstrukturen binden. Diese Bindung dient den Pflanzen als Fraßschutz, da sie verhindern wollen, gefressen zu werden.

Ein Tier kann weglaufen oder sich verteidigen. Pflanzen haben hingegen keine solche Mechanismen und nutzen stattdessen Lektine und andere Fraßgifte.

Pflanzen existierten schon lange vor Säugetieren auf der Erde.

Als Insekten begannen, Pflanzen zu fressen, entwickelten diese verschiedene Abwehrmechanismen. Einige Pflanzen bildeten dicke Schalen oder Stacheln, andere produzierten giftige Substanzen. Diese Gifte sind für die Pflanzen ungefährlich, werden jedoch bei der Verdauung durch Fraßfeinde aktiviert.

So will beispielsweise Brokkoli durch entzündungshemmende Substanzen Insekten abwehren, die sonst immunologisch kompromittiert und anfällig für Infektionen werden.

Beim Sjögren-Syndrom, einer Autoimmunerkrankung, reagiert das Immunsystem oft übermäßig stark.

Hier könnten geringe Mengen von Pflanzenfraßgiften, wie sie beispielsweise im Brokkoli vorkommen, positive Effekte haben. Problematisch sind jedoch Lektine aus glutenhaltigen Getreiden, Hülsenfrüchten und bestimmten Gemüsesorten wie Nachtschattengewächsen.

Diese Lektine können sich spezifisch und fest an bestimmte körperliche Strukturen binden. Diese Bindungen fördern Entzündungen und schädigen den Magen-Darm-Trakt.

Bei Betroffenen einer Autoimmunerkrankung entdeckt man häufig eine Lektinunverträglichkeit.

Ihre Verteidigungsmechanismen sind compromised. Darum ist Weizen für viele Menschen problematisch, entwickelt sich jedoch nicht bei jedem zu einer Autoimmunerkrankung. Eine lektinfreie Ernährung könnte die Symptome dieser Krankheiten mildern und die Heilungschancen erhöhen.

Studien zeigen, dass nach neun Monaten lektinfreier Ernährung 93 % der Menschen mit positiven Autoantikörpern, wie beim Sjögren-Syndrom, diese Antikörper verlieren.

Die Magen-Darm-Barriere ist oft bei Autoimmunerkrankungen durchlässiger, was zu ständigen Entzündungen führt.

Ignoriert man dies, kann ein Teufelskreis entstehen. Durch Vermeidung von Lektinen bessern sich die Symptome häufig nach sechs Wochen und deutlich nach sechs Monaten. Es liegt großes Potenzial in der lektinfreien Ernährung, Autoimmunerkrankungen ursächlich zu behandeln.


Quellen: KLRB1 defines an activated phenotype of CD4T cells and shows significant upregulation in patients with primary Sjgrens syndrome.

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