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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Lektine sind strukturelle Proteine, die in vielen Pflanzen vorkommen. Diese dienen den Pflanzen als natürlicher Schutz, um nicht gefressen zu werden.
Einige Obstsorten, wie reife Beeren, wollen von Tieren gefressen werden, um ihre Samen zu verbreiten. Andere Pflanzen wie Tomaten oder Kürbisse hingegen legen ihre Samen direkt auf die Erde, um dort neue Pflanzen entstehen zu lassen.
Tomaten beispielsweise enthalten in ihrer Hülle und in den Samen Toxine, häufig in Form von Lektinen. Wenn diese Lektine unverarbeitet und in rohem Zustand konsumiert werden, können sie Entzündungsreaktionen im Körper auslösen.
Einige Lektine, insbesondere die in glutenhaltigen Getreiden, lassen sich durch Backen nicht zerstören, da trockene Hitze nicht ausreichend ist. Daher bleiben Lektine im Endprodukt erhalten.
Es ist wichtig zu identifizieren, welche Nahrungsmittel problematisch sind und wie sie auf unterschiedliche Weise zubereitet werden können. Ein Schnellkochtopf kann helfen, die Proteinstrukturen so aufzubrechen, dass sie vorverdaut sind und keine entzündlichen Reaktionen im Magen-Darm-Trakt verursachen.
Viele Menschen konsumieren regelmäßig Lektine, da sie ein Bestandteil normaler Nahrung sind. Der menschliche Körper besitzt jedoch eine Schleimschicht, die einen Großteil der Lektine binden und unverdaut ausscheiden kann.
Ist die Schleimschicht jedoch aufgrund einer chronischen Entzündung beschädigt, funktioniert dieser Schutzmechanismus nicht mehr.
Ein Beispiel ist die Chilischote. Während gesunde Menschen kleine Mengen essen können, ohne Probleme zu haben, verursachen große Mengen meist Bauchschmerzen.
Manche Menschen reagieren schon auf kleine Mengen von Chilis und weisen Symptome wie laufende Nase auf. Das zeigt, dass der Körper versucht, das Problem durch Schleimproduktion und Bindung der Lektine zu lösen.
Menschen mit Schuppenflechte sollten daher genau auf ihre Nahrungsmittel und deren Verarbeitung achten, um Entzündungen zu minimieren und Symptome zu lindern.