Logo
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Was ist eigentlich ein Lektin?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Mit einem Lektin 'sagt' eine Pflanze, dass sie nicht gegessen werden möchte. Kein Lebewesen auf dieser Welt möchte gegessen werden, ausgenommen von reifem Obst, da die Kerne durch Vögel an einen anderen Ort transportiert werden, wo dann neue Pflanzen entstehen.

Aber alles andere auf der Welt möchte nicht gegessen werden.

Als das Leben aus dem Meer ans Land kam, gab es zuallererst Pflanzen an Land. Wir hatten einen grünen Planeten und alles war prima.

Aber irgendwann haben Insekten die Bühne des Lebens betreten und haben begonnen, an den Pflanzen herumzuknabbern und sie aufzuessen. Die Pflanzen mussten also verschiedene Verteidigungsmechanismen entwickeln, um sich gegen die Insekten zu schützen.

Einige Pflanzen haben sich Stacheln wie ein Kaktus wachsen lassen, andere haben sich eine extrem dicke Hülle, wie zum Beispiel die Kokospalme mit ihrem Stamm und der Kokosnuss, wachsen lassen.

Wieder andere Pflanzen haben angefangen, sehr hoch zu wachsen, aber dann haben Insekten fliegen gelernt und auch das hat langfristig nicht funktioniert. Das heißt, die meisten Pflanzen haben sich ein Gift wachsen lassen, das die Pflanze nicht umbringt, aber sobald die Pflanze gegessen wird, den Fressfeind angreift und ihm den Magen verdirbt, ihn unfruchtbar macht und so weiter.

Diese Fraßgifte sind bis heute in unseren Lebensmitteln drin. Sie richten sich aber gegen Insekten und nicht gegen uns Menschen. Es gibt bestimmte Fraßgifte, die für uns sogar gesund sind.

Brokkoli ist deswegen gesund, weil er entzündungshemmend ist. 100 Gramm Brokkolisprossen am Tag, was eine wirklich große Menge ist, können Studien zufolge die Überlebensrate für Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, verbessern.

Das ist eigentlich etwas sehr Positives, auch wenn die benötigte Menge groß ist.

Für kleine Käfer jedoch, dessen Immunsystem durch diese Stoffe ebenfalls heruntergefahren wird, stellt das eine Gefahr dar.

Lektine sind eine andere Klasse von Fraßgiften, die in glutenhaltigen Getreiden, Nachtschattengewächsen und Hülsenfrüchten vorkommen und versuchen, an bestimmte Strukturen in unserem Körper zu binden, die aus einer Kombination aus Eiweißen, Zucker und Kohlenhydratstoffen bestehen.

Unglücklicherweise ist unser gesamter Körper, vor allem der Magen-Darm-Trakt, damit ausgekleidet.

Normalerweise verursacht der Verzehr von Lektinen bei uns Menschen keine Probleme, da unser Magen-Darm-Trakt mit einer dicken Schleimschicht ausgekleidet ist, an die Lektine binden und dann wieder ausgeschieden werden.

Wenn jedoch diese Schleimschicht nicht intakt ist, können sich Lektine binden und Gesundheitsprobleme verursachen. Man sollte daher testen, ob man auf Lektine empfindlich reagiert.

Dies lässt sich an bestimmten Entzündungswerten und Lebensmittelantikörpern, die im Blut gebildet werden, feststellen.

Wenn eine Empfindlichkeit gegenüber Lektinen festgestellt wird, sollte man diese aus der Ernährung eliminieren, um Entzündungswerte zu senken und Symptome zu lindern. Viele Autoimmunerkrankungen können dadurch ebenfalls positiv beeinflusst werden.


Quellen: Response of turkey poults to soybean lectin levels typically encountered in commercial diets. 1. Effect on growth and nutrient digestibility., Cratylia argentea seed lectin a possible defensive protein against plant-eating organisms effects on rat metabolism and gut histology.

© Dr. Gersch Zentrum für funktionelle Langlebigkeitsmedizin, Steinmetzstraße 3, 67655 Kaiserslautern | Tel. 0631 / 34 35 97 38 | Impressum | Datenschutz | Verträge hier kündigen oder widerrufen | Kostenlose Video-Kompaktkurse mit Dr. Gersch | Youtube-Kanäle Autoimmunerkrankungen, Atemtherapie & Langlebigkeitsmedizin | TikTok | Podcast