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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Colitis ulcerosa - Was ist das?

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Video-Transkript

Colitis Ulcerosa und Lektinunverträglichkeit: Ein umfassender Überblick

Diese entzündliche Darmerkrankung, genannt Colitis Ulcerosa, hat eine ganz hohe Assoziation mit einer Lektinunverträglichkeit.

Dies ist eines der Hauptursachen, auf das man schauen sollte.

Colitis ulcerosa ist eine Entzündung der Darmschleimhaut mit der darunterliegenden Bindegewebeschicht. Man kann dafür bestimmte Entzündungsmarker im Stuhl feststellen, die übrigens auch klassisch für eine Lektinunverträglichkeit sind.

Insbesondere kann man da auch Calprotectin finden. Viele Patienten, die entweder schon lange diagnostizierte Colitis ulcerosa hatten oder Beschwerden, die daraufhin deuteten, zeigen höhere Marker.

In der Regel funktioniert eine lektinfreie Ernährung hervorragend, um diese Problematik in den Griff zu bekommen.

Bei dieser Erkrankung gibt es sogenannte Schübe. Es gibt Zeiten, in denen man sehr viele Symptome hat, teilweise bis zu 30 Stuhlgänge am Tag, die blutig oder schleimig sein können.

Und es gibt schubfreie Zeiten. Diese Erkrankung ist nicht nur sehr einschränkend von der Lebensqualität her, sondern hat auch langfristige Komplikationen. Wenn man eine chronische Entzündung hat, triggert das das Wachstum von Geschwulsten.

Colitis ulcerosa ist eine der Grunderkrankungen, bei denen Krebserkrankungen des Darmes recht häufig vorkommen. Außerdem, wenn die Entzündung zu groß ist, kann es passieren, dass Bakterien aus dem Darm ins Blut übergehen, was zu einer lebensgefährlichen Situation wie einem toxischen Megakolon führen kann.

Meistens beginnt die Erkrankung im Kindesalter, häufig zeigt sich das durch typische Verdauungsbeschwerden, die oft nicht ernst genommen werden. Erst im Alter zwischen 20 und 40 Jahren treten dann schwerwiegendere Symptome wie blutige Durchfälle und massive Bauchschmerzen auf.

Das Problem besteht darin, dass Kinder oft mit lektinreicher Nahrung wie Brezeln großgezogen werden und darauf reagieren. Interessanterweise hat die Reaktion auf Lektine auch eine genetische Komponente.

Im Lehrbuch finden sich verschiedene Auslöser für Colitis ulcerosa: genetische Faktoren, häufige Infektionen, Stress, und Umwelteinflüsse. Diese Faktoren können die schützende Darmbarriere schwächen, wodurch der Körper anfälliger für Lektine wird.

Die ständige Exposition gegenüber diesen pflanzlichen Giften kann die Krankheitssymptome aufrechterhalten und zu einer chronischen Entzündung der Darmschleimhaut, insbesondere im Dickdarm- und Enddarmbereich, führen.


Quellen: Revolution in diet therapy for inflammatory bowel disease., Value of histological activity in predicting endoscopic relapse among patients of ulcerative colitis in endoscopic remission., Cooking quality and starch digestibility of gluten free pasta using new bean flour.

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