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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Warum ich dazu rate, Aminosäuren weder zu supplementieren noch zu messen.

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Die Frage, ob man gezielt einzelne Aminosäuren zuführen sollte, beschäftigt viele in der Welt des Internets. Es gibt zahlreiche Stimmen, die für oder gegen eine Supplementierung essenzieller Aminosäuren argumentieren.

Meine Empfehlung ist klar: Ich rate davon ab, isolierte Aminosäuren einzunehmen oder diese gezielt zu messen.

In meiner Praxis fokussieren wir uns darauf, den Gesamtproteingehalt im Blut zu bestimmen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Verteilung in der Elektrophorese. Dies zeigt uns, ob der Körper über ausreichend Proteinreserven verfügt oder ob ein Mangel besteht. Bei einem Proteinmangel streben wir eine umfassende Versorgung mit Eiweiß an, um dem Körper alle benötigten Ressourcen zu bieten.

Diese Herangehensweise ist für die meisten Menschen vorteilhafter als das gezielte Ausgleichen einzelner Defizite.

Ein Grund, warum supplementierte Aminosäuren problematisch sein können, liegt darin, dass sie unerwünschte Effekte mit sich bringen.

Nehmen Sie zum Beispiel Tyrosin: Diese Aminosäure ist eine Vorstufe von Nervenbotenstoffen wie Dopamin, die die Wachsamkeit beeinflussen und das Schlafverhalten stören können. Die Regulation solcher Substanzen sollte dem Körper überlassen werden, denn der Körper kann viele Aminosäuren selbst umwandeln.

Stellen Sie sich das wie eine Heimwerkerwerkstatt vor: Eine gut ausgestattete Werkzeugkiste ermöglicht Ihnen flexibel zu arbeiten, während das Fehlen dieser Vielfalt Kompromisse erzwingt.

„hnlich verhält es sich mit dem Aminosäurenhaushalt: Ein breites Spektrum an Proteinen ist bevorzugt, statt einzelne Werkzeuge zu kaufen, die eventuell nicht passen. So können wir Unsummen für einzelne Supplemente sparen und trotzdem eine optimale Eiweißversorgung erreichen.

Wenn Sie Ihre Ernährung abwechslungsreich gestalten und beispielsweise zu Lebensmitteln wie Hüttenkäse greifen, können Sie von einem breiten Aminosäurespektrum profitieren.

Häufig ist der Bedarf an bestimmten Aminosäuren durch solche Nahrungsmittel bereits gedeckt. Eine umfassende Nährstoffversorgung auf Basis natürlicher Lebensmittel ist daher oft die bessere Wahl.

Selbstverständlich gibt es Situationen, in denen der gezielte Einsatz von Aminosäuren sinnvoll ist, jedoch nur, wenn die individuelle Genetik und der spezifische Bedarf bekannt sind.


Quellen: Branched-Chain Amino Acid Supplements for Sarcopenia in Liver Cirrhosis A Systematic Review and Meta-analysis., The association of energy or macronutrient intake in three meals with depression in adults with cardiovascular disease the United States National Health and Nutrition Examination Survey 2003-2018., The hypothalamus as the central regulator of energy balance and its impact on current and future obesity treatments.

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