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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Die Frage, ob Walnüsse vor dem Verzehr eingeweicht werden sollten, ist durchaus relevant. Walnüsse gelten zwar als nährstoffreich, enthalten jedoch auch eine erhebliche Menge an Omega-6-Fettsäuren.
Diese können, in großen Mengen konsumiert, weniger vorteilhaft für die Gesundheit sein.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die in Walnüssen enthaltene Phytinsäure. Diese Substanz, die auch in vielen anderen pflanzlichen Lebensmitteln wie bestimmten Getreidesorten und Hülsenfrüchten vorkommt, hat die Fähigkeit, Phosphat zu binden.
Dies dient der Pflanze als Speicherstoff, kann jedoch auch die Aufnahme von wichtigen Mineralien wie Zink, Eisen und Magnesium im menschlichen Körper hemmen.
Das bedeutet, dass selbst wenn Walnüsse an sich reich an wertvollen Mineralien sind, diese nicht vollständig vom Körper aufgenommen werden können.
Wenn Sie gleichzeitig ein mineralstoffreiches Lebensmittel oder Getränk zu sich nehmen, kann die Phytinsäure auch diese Mineralien binden und deren Aufnahme verhindern.
Eine mögliche Lösung könnte darin bestehen, die Walnüsse vor dem Verzehr einzuweichen.
Dabei würde ein Teil der Phytinsäure ins Wasser übertreten und die Mineralien in den Nüssen besser verfügbar machen. Diese Methode wird bereits bei Hülsenfrüchten angewendet, um deren Nährstoffverfügbarkeit zu erhöhen.
Es gibt jedoch Studien, die zeigen, dass Walnüsse ihr Phytinsäuregehalt beim Einweichen nicht so leicht abgeben. Selbst nach mehreren Stunden des Einweichens löst sich nur ein kleiner Teil der Phytinsäure.
Darüber hinaus bindet die Phytinsäure, die sich gelöst hat, weiterhin relativ stark an die Mineralien und vermindert somit auch deren Gehalt in der Nuss.
Obwohl es viele Hinweise darauf gibt, dass Walnüsse gesund sind, bleibt es fraglich, ob das Einweichen der Nüsse erheblichen Einfluss auf die Nährstoffaufnahme hat.
Die Studienlage zu diesem Thema zeigt, dass sowohl die Nachteile durch die Phytinsäure als auch der hohe Gehalt an Omega-6-Fettsäuren berücksichtigt werden sollten.