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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Manchmal fragen sich Menschen, ob eine lektinfreie Ernährung dazu führen kann, dass sie Wein schlechter vertragen.
Die Antwort darauf ist komplex und hängt von mehreren Faktoren ab.
Wenn wir über das Thema 'Wein schlecht vertragen' sprechen, müssen wir den Alkohol im Wein berücksichtigen.
Der menschliche Körper hat generell ein Problem mit Alkohol und versucht, ihn möglichst schnell abzubauen. Hierbei spielt die Leber eine entscheidende Rolle.
Die Leber ist zwar gut darin, Alkohol abzubauen, aber es kommt auf die konsumierte Menge an.
Wenn viel Alkohol in kurzer Zeit getrunken wird, steigt die Blutalkoholkonzentration rasch an, und die Leber kann den Alkohol nicht schnell genug abbauen.
Wenn jemand das Gefühl hat, Wein schlechter zu vertragen, könnte das daran liegen, dass sich die Aufnahmesituation verändert hat beispielsweise wird auf nüchternen Magen getrunken oder es fehlen Ballaststoffe in der Ernährung.
Die Leber könnte auch mit anderen Aufgaben beschäftigt sein und den Alkohol nicht effizient abbauen. Ein bekanntes Beispiel für eine Belastung der Leber ist der Konsum von Cocktails zusammen mit lektinhaltigen Erdnüssen.
In diesem Fall muss die Leber mit Alkohol, Fruchtzucker und möglicherweise Schimmelpilzgiften gleichzeitig umgehen.
Falls Sie trotzdem gerne Wein trinken, aber es nicht gut vertragen, könnte es helfen, die Ballaststoffmenge zu den Mahlzeiten zu erhöhen.
Ein Wechsel zu organischem Wein, der weniger Pestizide enthält, könnte auch sinnvoll sein, da dieser reich an Polyphenolen ist.
Polyphenole sind die Pigmente, die dem Wein seine Farbe geben, und sie haben gesundheitliche Vorteile.
Sie könnten einer der Gründe sein, warum die Franzosen trotz hohem Weinkonsum eine höhere Lebenserwartung haben das sogenannte 'French Paradox'.
Es gibt auch Bakterien im Magen-Darm-Trakt, die Alkohol abbauen.
Veränderungen im Mikrobiom könnten daher ebenfalls eine Rolle spielen, wie gut jemand Wein verträgt.
Insgesamt lässt sich sagen, dass eine lektinfreie Ernährung möglicherweise keinen direkten Einfluss auf die Weinverträglichkeit hat, aber es ist dennoch wichtig, auf seinen Körper zu hören und gegebenenfalls Anpassungen in der Ernährung vorzunehmen.