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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Lektinunverträglichkeiten sind ein wachsendes Phänomen unserer Zeit. Doch was sind die zugrunde liegenden Ursachen? Wenn Sie Lektine zu sich nehmen und plötzlich Unwohlsein verspüren, dann gibt es unterschiedliche Gründe dafür.
Einige von ihnen haben wir bereits behandelt, aber es gibt noch andere Faktoren, die Ihre Anfälligkeit für Lektine beeinflussen. Alles, was Stress auf Ihren Magen-Darm-Trakt ausübt, kann dessen Integrität stören.
Und wenn diese einmal gestört ist, werden Sie anfälliger für pflanzliche Gifte.
Eine mögliche Ursache kann eine Darmspiegelung sein. Während des Verfahrens kann es durch den Einsatz von Gas zu Mikrorissen kommen, die den Darm verletzlicher machen.
Auch Infektionen, insbesondere virale Infektionen oder Lebensmittelinfektionen wie durch Campylobacter, können Ihre Darmgesundheit beeinträchtigen. Für Frauen kann sogar eine Schwangerschaft durch den erhöhten Bauchdruck ein Auslöser für Probleme im Magen-Darm-Bereich sein.
Ein weiterer Aspekt ist unsere moderne Ernährung. Während unsere Urgroßeltern nichts anderes als biologisch angebaute Lebensmittel zu sich nahmen, ist das heutige Getreide oft genetisch verändert.
Genetische Veränderungen sollen Pflanzen resistenter machen, doch häufig erhöhen sie die Menge an Lektinen in der Pflanze. Zudem führt der Einsatz von Pestiziden wie Glyphosat auf resistenten Pflanzen dazu, dass wir diese Substanzen mitverzehren, was wiederum das Mikrobiom im Darm angreifen kann.
Auch die genetische Zusammensetzung eines Individuums spielt eine entscheidende Rolle. Unterschiede in den Genen bedeuten, dass Menschen unterschiedlich auf Lektine reagieren. Die Mischung unserer genetischen Geschichte beeinflusst, wie wir auf bestimmte pflanzliche Gifte reagieren.
Statt sich rein auf Gentests zu verlassen, ist es sinnvoller, klinische Funktionstests zu verwenden, um zu sehen, was Entzündungen hervorruft und wie diese bekämpft werden können.
Zusammengefasst ist die heutige Herausforderung, sich im Dschungel der modernen Lebensumstände zurechtzufinden und sich kritisch mit den Lebensmitteln auseinanderzusetzen, die wir konsumieren.
Es geht darum zu wissen, was unserem Körper möglicherweise schaden könnte. Denn obwohl wir in der Lage sind, viele verschiedene Dinge zu essen, ist nicht alles, was essbar ist, auch gut für unseren individuellen Organismus.