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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Ein häufig gestelltes Frage ist: Wenn Sie in einem Stuhltest Zucker als Verdauungsrückstand finden, aber keinen Zucker essen, woher kommt dieser Zucker? Sie müssen sich vorstellen, dass jede Stärke und jede Kohlenhydratverbindung, die Sie zu sich nehmen, vom Körper in Zucker umgewandelt wird.
Denn unser Körper kann nur mit Glucose umgehen. Daher wird jeder Zucker, den Sie verbrennen möchten, in Glucose umgewandelt.
Selbst wenn Sie eine rohe Karotte essen, wird am Ende ein Großteil als Glucose in Ihrem Körper ankommen.
Das bedeutet, dass auch wenn Sie keinen Zucker zu sich nehmen, ein Teil davon in Ihrem Dickdarm ankommt. Hier beginnen Bakterien wie Bifidobakterien und Lactobacillen den Zucker zu fermentieren.
Stellen Sie sich vor, Sie möchten Joghurt herstellen, indem Sie Milch verwenden.
Diese Bakterien fermentieren den Milchzucker, wodurch der Joghurt weniger Zucker enthält und mehr Säure durch die Milchsäure entsteht. Die gleichen Milchsäurebakterien haben wir auch in unserem Darm und sie fermentieren ebenfalls Zucker.
Bei Personen, die zu viel Zucker im Stuhl haben, stellen wir häufig eine Schwäche in der Säuerungsflora fest. Dies bedeutet, dass nicht genügend Lactobacillen und Bifidobakterien vorhanden sind.
Es scheint unlogisch, aber das Problem kann durch Füttern dieser Bakterien mit Ballaststoffen statt Zucker gelöst werden. Dies fördert die Vermehrung dieser guten Bakterien, sodass sie in der Lage sind, den Zucker zu verwerten.
Zucker ist jedoch nicht das Lieblingsnahrungsmittel dieser Darmkeime. Sie bevorzugen wasserunlösliche oder wasserlösliche Ballaststoffe. Wenn es eine Dysbiose gibt, fermentieren die falschen Bakterien den Zucker.
Durch eine ballaststoffreiche, lektinfreie Ernährung mit etwa 30 bis 35 Gramm Ballaststoffen pro Tag, kann man das Wachstum der guten Bakterien fördern. Dies verringert die Menge an Zucker, die im Stuhl übrig bleibt, und die schlechten Darmbakterien verlieren ihren Nährboden.