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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Viele Menschen stellen sich die Frage, wie hoch die Schwermetallbelastung bei Meeresfrüchten, insbesondere bei Garnelen und Krustentieren, wirklich ist.
Gerade beim regelmäßigen Verzehr von Meeresprodukten ist es wichtig, mögliche Risiken realistisch einzuschätzen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Garnelen weisen im Vergleich zu Raubfischen deutlich niedrigere Schwermetallgehalte auf.
Vor allem Tiefseegarnelen, die unter Namen wie Eismeergarnelen oder arktische Garnelen im Handel erhältlich sind, zeichnen sich durch besonders geringe Werte aus. Diese Tiere sind kleiner, haben eine kurze Lebensspanne und ernähren sich hauptsächlich von Plankton.
In Bezug auf Quecksilber ist bei ihnen praktisch keine Bioakkumulation feststellbar. Die typischen Messwerte liegen unter 0,01 Milligramm pro Kilogramm. Zum Vergleich: Der gesetzliche Grenzwert beträgt das 50-fache, nämlich 0,5 Milligramm pro Kilogramm.
Damit sind die Belastungen äußerst gering.
Wenn Schwermetalle in Garnelen auftreten, dann betrifft es vorwiegend das Schwermetall Kadmium. Doch dieses lagert sich hauptsächlich in den Innereien, dem sogenannten Hepatopancreas, an.
Das Fleisch, also der typische Garnelenschwanz, enthält nahezu kein Kadmium. Da die meisten Garnelen geschält und ohne Kopf verkauft werden, ist eine erhöhte Aufnahme unwahrscheinlich.
Blei, ein weiteres relevantes Schwermetall, stammt in der Regel aus Küstenabwässern.
Die Arktis und der Nordatlantik gelten jedoch als Gebiete mit besonders niedrigen Bleibelastungen. Im Gegensatz dazu können Garnelen aus asiatischen Zuchtbetrieben wesentlich stärker belastet sein.
Derartige Produkte sollten Sie meiden.
Unter den Meeresfischen sind es insbesondere Raubfische wie Schwertfisch, frischer Thunfisch und große Makrelen , die hohe Schwermetallspiegel aufweisen.
Mittlere Jäger, also Seelachs, Kabeljau oder Scholle, liegen im mittleren Bereich. Bei diesen Fischen empfiehlt es sich, Chlorella als Ergänzung einzunehmen. Die Alge kann helfen, Schwermetalle zu binden und auszuscheiden.
Und wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen: Kleine Fische wie Heringe oder Sardinen sind am wenigsten belastet. Durch ihre kurze Lebensspanne reichern sie kaum Schadstoffe an. Dagegen können Muscheln je nach Herkunft deutlich stärker belastet sein, denn sie filtern das Meerwasser und nehmen dabei Schwermetalle auf.
Muscheln aus streng kontrollierten Gewässern, etwa in Frankreich oder Kanada, sind meist unbedenklich, aber nicht jede Muschel vom Weltmarkt ist zu empfehlen. Tiere, die sich von Muscheln ernähren, etwa Krebse, Tintenfische oder Hummer, können ebenfalls höhere Gehalte an Schwermetallen aufweisen.
In diesen Fällen ist der gezielte Verzehr von Chlorella durchaus sinnvoll, um die Belastung zu minimieren. Besonders empfehle ich, auf die Herkunft der Meeresfrüchte zu achten. Krustentiere aus der Tiefsee, insbesondere Arktis oder Alaska, sind in puncto Schwermetallen kaum belastet.
Bei Unsicherheit und bei Muscheln, Oktopus oder Hummer lohnt sich die Kombination mit Chlorella hingegen besonders. Der Aufwand des Chlorella-Konsums ist hingegen bei Tiefseegarnelen oft gar nicht nötig, weil die Belastung extrem gering ist.
Besonders bei mittelgroßen Raubfischen und Tieren, die Muscheln verzehren, ist eine solche Vorsichtsmaßnahme jedoch empfehlenswert.