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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Die Symptome einer Autoimmunkrankheit, speziell der Typ-A-Gastritis, sind oftmals schwer von anderen Formen der Magenschleimhautentzündung zu unterscheiden. Diese Form der Gastritis ist in der Regel chronisch und wird ohne Intervention meist schlechter.
Frühsymptome sind Völlegefühl, Übelkeit und Dyspepsie. In fortgeschrittenen Stadien können Müdigkeit, Schwäche und neurologische Symptome durch einen Vitamin-B12-Mangel auftreten.
Auch ein Mangel an Eiweiß kann beobachtet werden, wenn die Verdauungsfunktion beeinträchtigt ist.
Zusätzlich können Begleiterkrankungen wie Hashimoto oder Typ 1 Diabetes auftreten.
Diese Autoimmunerkrankungen haben oft gemeinsame Ursprünge. Aber wie stellt man eine Typ-A-Gastritis fest? Eine zuverlässige Methode ist die Magenspiegelung mit anschließender Biopsie.
Außerdem können spezielle Blutantikörper, wie Antiparietalzellantikörper und Antientrinsicfaktorantikörper, gemessen werden. Hohe Werte dieser Antikörper deuten meist auf eine aktive Autoimmunreaktion hin.
Jedoch wird das Tracking dieser Antikörper oft vernachlässigt, obwohl es sinnvoll ist, da eine Remission der Erkrankung möglich ist. Traditionell basiert die Therapie darauf, Symptome zu lindern.
Vitamin B12 beispielsweise wird häufig injiziert. Eine elegantere Methode ist die sublinguale Gabe von Vitamin B12, da es gut über die Mundschleimhaut aufgenommen wird und Spritzen unnötig macht.
Ein weiteres Problem bei Typ-A-Gastritis ist der Sodbrennen, trotz eines Mangels an Magensäure. Dies liegt daran, dass der untere Speiseröhrenschließmuskel nicht korrekt schließt, wenn der Säuregehalt im Magen zu gering ist.
Interessanterweise können gezielte Maßnahmen zur Erhöhung der Magensäure auch die Verdauungsleistung verbessern und Symptome lindern.
Langfristige Medikation mit Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol kann jedoch negative Auswirkungen haben, da diese Medikamente den Körper vorzeitig altern lassen und das Risiko für Magenkrebs erhöhen.
Eine nachhaltige Lösung ist daher notwendig.
Einer der wichtigsten Ansatzpunkte ist die Ernährung. Lebensmittelunverträglichkeiten, insbesondere gegen Lektine, spielen eine große Rolle.
Lektine sind pflanzliche Schutzstoffe, die Entzündungen im Verdauungstrakt auslösen können. Durch Tests auf Lebensmittelunverträglichkeiten und entsprechende Ernährungsumbildungen, können positive Effekte erzielt werden.
Es gibt Berichte von Patienten, bei denen nach einer Umstellung auf eine entzündungshemmende Ernährung, die Antikörperspiegel signifikant gesunken sind und eine Remission erreicht wurde.
Dies zeigt, dass eine ursächliche Herangehensweise an die Therapie durch Ernährung eine vielversprechende Option ist.
Neben Ernährung können auch andere Maßnahmen unterstützend wirken.
Ein guter Vitamin-D-Spiegel, ein ausgeglichenes Omega-3-zu-6-Verhältnis und die Einnahme von entzündungshemmenden Nahrungsergänzungsmitteln wie Kurkuma können die Heilung des Magen-Darm-Trakts zusätzlich fördern.
Es wird also deutlich, dass eine multifaktorielle Herangehensweise, die sowohl Ernährung als auch Versorgung mit Mikronährstoffen berücksichtigt, bei der Therapie der Typ-A-Gastritis von großem Nutzen sein kann.