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Skyr als Proteinquelle

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Skyr als Proteinquelle Gesunde Wahl?

Skyr ist ein isländisches Milchprodukt, das oft als Quark-Alternative betrachtet wird und sich durch einen besonders hohen Eiweißgehalt auszeichnet.

Viele fragen sich, ob Skyr aus ernährungsmedizinischer Sicht tatsächlich eine empfehlenswerte Eiweißquelle darstellt, insbesondere wenn auf die Herkunft der Milch und die Fütterung der Kühe geachtet wird.

Tatsächlich ist Skyr ein sehr fettarmes Produkt, da es aus entrahmter Milch hergestellt wird. Dieser geringe Fettgehalt führt dazu, dass die Art der Fütterung der Kühe also ob sie beispielsweise Gras und Heu oder doch Mais und Soja erhalten haben beim Endprodukt Skyr eine geringere Rolle spielt.

Normalerweise spielt das Futter der Kühe eine entscheidende Rolle für die Qualität der enthaltenen Fettsäuren in Milchprodukten. In Magermilchprodukten wie Skyr, in denen die Fette weitgehend entfernt wurden, ist dieser Unterschied jedoch weniger relevant.

Es bleibt ein Aspekt zu beachten: Werden Kühe mit hohem Mais- und Sojaanteil gefüttert, kann dies zu einem Problem mit sogenannten Lektinen führen. In manchen Fällen werden den Kühen zusätzlich Kalziumpulver und andere Zusätze ins Futter gemischt, um die Verträglichkeit zu verbessern.

Bei empfindlichen Personen, bei denen Bestandteile aus dem Futter über die Milch ins Produkt gelangen können, kann dies vereinzelt zu Problemen führen. Insgesamt ist das Risiko über Magermilchprodukte wie Skyr jedoch deutlich reduziert im Vergleich zu fetthaltigeren Milchprodukten.

Skyr überzeugt durch seinen hohen Proteingehalt und eignet sich daher sehr gut als Eiweißquelle. Es ist jedoch zu beachten, dass Skyr keine Ballaststoffe liefert. Wird Skyr zum Beispiel als eigenständige Mahlzeit verzehrt, empfiehlt es sich, zusätzliche Ballaststoffe wie Flohsamenschalen einzurühren, um die Mahlzeit ausgewogener zu gestalten.

Ein weiterer Vorteil des Skyrs liegt in seiner Herstellung durch Fermentation. Durch den Fermentationsprozess entstehen probiotische Kulturen, die einen positiven Einfluss auf die Darmflora ausüben können.

Jedoch gibt es beim Handel auch unterschiedliche Skyr-Sorten, die teilweise unerwünschte probiotische Stämme enthalten. Sollten Sie Skyr schlecht vertragen, könnte dies darauf zurückzuführen sein.

In diesem Fall ist es ratsam, verschiedene Sorten auszuprobieren und die individuelle Verträglichkeit zu testen.

Für Menschen, die empfindlich auf Kuhmilch reagieren, bietet der Handel mittlerweile auch Skyr aus Schafsmilch an.

Dieser ist ebenfalls reich an Eiweiß, enthält im Vergleich zu Kuhskyr jedoch meist etwas mehr Fett. Gerade Schafsskyr könnte eine interessante Alternative darstellen, vor allem, wenn Sie Fett nicht strikt meiden und Wert auf ein breiteres Nährstoffspektrum legen.

Vergessen Sie nicht, dass die sehr fettarmen Varianten von Skyr keine fettlöslichen Vitamine enthalten und auch kaum zur Vitaminaufnahme beitragen, sofern nicht gezielt eine Fettquelle zur Mahlzeit ergänzt wird.

Ein paar Nüsse, etwas Leinöl oder Avocado können hier sinnvoll sein, um Vitamine aus anderen Lebensmitteln besser aufzunehmen.

Alles in allem kann Skyr als praktische, eiweißreiche und fermentierte Milchalternative betrachtet werden.

Für eine vollwertige Ernährung empfiehlt es sich, Ballaststoffe und gesunde Fettquellen je nach individueller Versorgung und Verträglichkeit zu ergänzen.


Quellen: Advances in GABA-Enriched Yogurt and Frozen Yogurt Microbial Biosynthesis Functional Properties and Health Perspectives-A Comprehensive Review.

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