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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Ein oft diskutiertes Thema in der Ernährung ist der Lektin-Gehalt von Mandeln. Lektine sind Proteine, die in der braunen Hülle, also der Haut der Mandeln, vorkommen.
Diese Tatsache hat zur Popularität von blanchierten Mandeln geführt, die ohne Haut verkauft werden.
Blanchierte Mandeln sind schon lange bekannt und im Handel erhältlich. Das Schälen der Mandeln ist jedoch aufwendig.
Dennoch lohnt sich dieser Prozess, wenn man die lektinfreien Vorteile nutzen möchte. Wenn Mandeln für ein Produkt verwendet werden, kann die braune Haut das Aussehen geringfügig beeinflussen.
Doch das Wichtigste ist, dass der Lektin-Gehalt in der Haut verbleibt.
In traditionellen Mandel-Anbaugebieten wie Spanien ist es üblich, die Mandeln zu schälen und zu entkernen. Dies stellt sicher, dass die Mandeln den höchsten Reinheitsstandards entsprechen.
Mandeln aus anderen Ländern könnten jedoch ungeschält sein, was zu ungewünschten Lektin-Vorkommen führen kann. Deshalb ist es ratsam, immer auf blanchierte Mandeln zu achten.
Grundsätzlich sind alle Mandelprodukte in Ordnung, sofern sie blanchiert wurden.
Allerdings gibt es einen kleinen Prozentsatz an Patienten, die trotz einer konsequenten lektinfreien Ernährung Antikörper gegen Mandeln bilden. In solchen Fällen kann eine Immunreaktion auftreten, die den gesundheitlichen Nutzen der lektinfreien Diät beeinträchtigt.
Es gibt bestimmte Tests, um Antikörper im Blut nachzuweisen, die oft auch gegen Mandeln gerichtet sind. Wenn jemand seit 6 bis 8 Wochen eine lektinfreie Diät einhält und keine Verbesserung bemerkt, sollte einer der ersten Schritte sein, auf Antikörper gegen Mandeln zu testen.