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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Bei einigen Patienten führte dies dazu, dass sie nicht mehr um zwei Uhr nachts hellwach im Bett lagen.
In solchen Fällen kann Histamin eine Rolle spielen. Histamin hat die Eigenschaft, den Körper wach zu halten.
Werden abends Histamin-haltige Lebensmittel konsumiert, kann dies zu nächtlichem Erwachen führen. Eine lektinfreie Ernährung kann diese Probleme oft lindern. Das liegt daran, dass sie entweder das Mikrobiom verbessert oder den Darm dichter macht, sodass Histamin nicht mehr in großen Mengen auftritt.
Auch Hormone spielen eine Schlüsselrolle beim Schlaf. Progesteron ist ein Hormon, das eine schlaffördernde Wirkung hat. In einigen Fällen, insbesondere bei der Progesterontherapie in den Wechseljahren, kann ein Übermaß des Hormons allerdings in der Leber umgewandelt werden, was wiederum müde macht.
Aus diesem Grund wird häufig eine transdermale Applikation von Progesteron empfohlen, die die Verfügbarkeit des wirksamen Hormons verbessert, ohne Müdigkeit zu fördern.
Ein weiterer Aspekt ist Cortisol.
Ein zu hoher Cortisol-Spiegel am frühen Morgen kann ebenfalls zu Schlafproblemen führen. Der Anstieg von Cortisol am Morgen soll eigentlich das Erwachen erleichtern. Wenn dieser Anstieg jedoch früher als üblich stattfindet, kann dies auf Schlafunterbrechungen hindeuten.
Und schließlich ist auch die Atmung ein kritischer Faktor. Mundatmung während der Nacht kann zu einem trockenen Mund und somit auch Schlafstörungen führen. Ein strukturierter Ansatz zur Verbesserung der Nasenatmung, wie unser Atemprogramm, kann Abhilfe schaffen.
Wenn Schlafprobleme bestehen, die durch Ernährung und Hormonbalance nicht geklärt werden können, empfiehlt sich ein Besuch in einem Schlaflabor, um mögliche Atemstörungen oder andere Ursachen zu untersuchen.
Eine umfangreiche Diagnostik kann helfen, die individuelle Ursache der Schlafstörungen zu ermitteln.