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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Was können Sie ernährungsmedizinisch gegen Durchschlafstörungen unternehmen? Wir haben bereits über Histamine und andere Faktoren gesprochen, aber es gibt noch zwei wesentliche Themen: die Wirkungen von Koffein und Alkohol.
Die meisten sind sich dessen wahrscheinlich bewusst, dennoch gibt es Patienten, die dies übersehen. Daher ist es ein lohnendes Thema.
Alkohol und Schlaf sind eng miteinander verbunden. Wenn Sie Alkohol konsumieren möchten, empfehlen wir, dies früh am Tag zu tun.
Auf diese Weise wird der Alkohol bereits abgebaut, wenn Sie schlafen gehen. Dies ist deutlich besser für Ihren Körper und Ihre Schlafstruktur. In Mitteleuropa ist es zwar Tradition, den Alkoholabbau während des Schlafes geschehen zu lassen, doch das frühe Konsumieren verbessert Ihre Schlafqualität.
Koffein und seine Wirkung auf den Schlaf sind unterschiedlich, je nach genetischer Veranlagung. Einige Menschen bauen Koffein schnell ab, andere langsamer. Wenn Sie zu denjenigen gehören, die Koffein gut abbauen können, ist es theoretisch möglich, auch vor dem Schlafengehen Kaffee zu trinken.
Unsere Erfahrung zeigt, dass dies möglich ist. Kaffee ist zudem eine hervorragende Quelle von Polyphenolen, insbesondere wenn er schwarz und ohne Milch konsumiert wird.
Wenn Sie wissen, dass Sie Koffein gut abbauen können, und Ihnen beim Abendessen eine Tasse Kaffee angeboten wird, zögern Sie nicht, diese anzunehmen.
Denken Sie jedoch daran, dass Kaffee nicht nur Koffein enthält, sondern auch andere Substanzen, die die Eisenaufnahme stören können. Falls Sie unter Eisenmangel leiden, sollten Sie den Kaffee nach dem Essen meiden.
Während einige Patienten davon ausgehen, dass sie aus gesundheitlichen Gründen auf Kaffee verzichten sollten, überwiegen in der Regel die Vorteile. Schlaftracking zeigt oft, dass die Schlafstruktur bei Kaffeetrinkern normal ist, außer bei jenen, die dennoch nachts aufwachen.
Diese Aspekte sollten bedacht werden, um Ihre Schlafqualität zu verbessern.