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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Blutzuckerkurve bei Schilddrüsenproblemen Schilddrüse und Insulinresistenz.

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Schilddrüsenfunktion und Blutzuckerspiegel

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Schilddrüsenfunktion und dem Blutzucker? Ja, definitiv. Dieser Zusammenhang ist sogar ein großer.

Ihr Schilddrüsenhormon wird von der Schilddrüse hergestellt. Wenn diese aufgrund einer Autoimmunerkrankung nicht richtig funktioniert, nehmen Sie es von außen ein.

Das Hauptschilddrüsenhormon T4 muss Ihr Körper in die aktive Form T3 umwandeln.

Dieser Umwandlungsschritt findet vor allem in der Leber statt und erfordert bestimmte Nährstoffe, wie Zink, Selen, Magnesium und Eisen. Patienten mit Hashimoto haben oft Schwierigkeiten bei dieser Umwandlung, entweder wegen eines Nährstoffmangels oder einer genetischen Schwäche.

Daher setzen wir oft Kombinationspräparate von T3 und T4 ein, um das Problem zu überbrücken.

Ein bedeutender Anteil der Schilddrüsenunterfunktionen ist auf Autoimmunerkrankungen zurückzuführen, und dies führt zu einer kritischen Unterversorgung mit Schilddrüsenhormon.

In solchen Phasen fährt der Körper seinen Stoffwechsel herunter. Dies tritt auch bei langem Fasten, Mangelernährung, extremem Stress oder durch autoimmun bedingter Schilddrüsenunterfunktion auf.

Der Körper spart Energie, indem er das aktive T3 in das inaktive Reverse-T3 umwandelt. Dabei fährt der Körper den gesamten Stoffwechsel herunter. Das Gehirn benötigt jedoch ständig eine gute Blutzuckerversorgung und sorgt mit der 'selfish brain'-Theorie dafür, sich genügend Zucker zu sichern.

In Phasen des Mangels kann dies zur Entwicklung einer Insulinresistenz führen, um das Gehirn ausreichend mit Blutzucker zu versorgen.

Insulinresistenz bedeutet, dass der Körper höhere Blutzuckerspiegel toleriert.

Ein weiteres Problem ist, dass diese Insulinresistenz oft bestehen bleibt, auch wenn die Ursache behandelt wird. Es gibt verschiedene Strategien, um Insulinresistenz zu begegnen, je nach Ursache. Hierfür sind präzise Diagnosen und individuelle Maßnahmen wichtig.

In der Praxis messen wir nicht nur den nüchternen Blutzucker, sondern auch den Langzeitblutzucker und den aktuellen Insulinwert. So können wir relativ gut bestimmen, ob eine Insulinresistenz vorliegt.

Artikel der gesunden Ernährung, Fastenschemata oder eine gezielte Lebensmittelumstellung können helfen, die Insulinsensitivität zu verbessern.

Ein praktisches Hilfsmittel sind Blutzuckersensoren, um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden.

Wir empfehlen, Blutzuckerspiegel von über 140 mg/dl zu vermeiden und Lebensmittel, die extreme Anstiege verursachen, zu identifizieren und herauszufinden.

Wenn Sie eine autoimmun bedingte Schilddrüsenunterfunktion haben und Schwierigkeiten mit Gewichtsverlust, trotz Kalorienreduktion, bemerken, ist die Wahrscheinlichkeit für eine bestehende Insulinresistenz hoch.

Dies sollte mittels Diagnostik angegangen werden.

Blutzuckermessgeräte und Fingersticks sind ebenfalls nützliche Werkzeuge, um möglicherweise bestehende Probleme zu identifizieren.

Letztendlich sind präzise Blutzuckermessungen und entsprechende Anpassungen der Ernährung und Medikation nötig, um die Insulinresistenz in den Griff zu bekommen und langfristig zu verbessern.


Quellen: Gastric bypass surgery in morbid obesity Influence on thyroid function tests and insulin resistance status.

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