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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Sauerkraut ist ein fermentiertes Kohlgemüse und gilt in vielen Kulturen als wertvolles Lebensmittel. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie sich für das klassische Sauerkraut aus Deutschland oder zum Beispiel Kimchi aus Korea interessieren.
Verschiedene Studien konnten die gesundheitlichen Vorteile der Fermentation von Kohlgemüse belegen.
Zunächst sollten Sie beim Kauf besonders auf den Geschmack achten. Eine gesunde Ernährungsgewohnheit lässt sich am besten aufrechterhalten, wenn das entsprechende Lebensmittel auch tatsächlich schmeckt.
Es empfiehlt sich, die Sorte zu wählen, die Sie mögen, und nicht die, die vielleicht am ansprechendsten aussieht, aber geschmacklich nicht überzeugt.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Auswahl ist die Zutatenliste.
Wenn Sie von den probiotischen Vorteilen profitieren möchten, sollten Sie darauf achten, Sauerkraut mit lebenden Bakterienkulturen zu kaufen. Die meisten industriell hergestellten Produkte werden jedoch erhitzt, wodurch die probiotischen Kulturen abgetötet werden.
Nur wenige Hersteller bieten rohes, nicht pasteurisiertes Sauerkraut an. Genießen Sie dieses unbedingt kalt, da Hitze die lebenden Milchsäurebakterien zerstört.
Wer empfindlich auf Histamin reagiert, sollte besonders aufpassen: In vielen Fermentationsprozessen entsteht Histamin, das bei entsprechender Neigung zu Beschwerden führen kann.
Für Betroffene empfiehlt es sich, Sauerkraut selbst herzustellen und gezielt milchsäurebildende Bakterien zu verwenden, die wenig oder gar kein Histamin produzieren.
Wie hoch ist der Zuckergehalt? Wer ein Sauerkraut kaufen möchte, sollte einen Blick auf den Anteil an zugesetztem Zucker werfen.
Viele Hersteller süßen das Produkt, um die Fermentation zu fördern oder das Geschmackserlebnis zu beeinflussen. Ein gesunder Kohlenhydratanteil liegt bei etwa drei bis fünf Gramm pro 100 Gramm.
Sind auf dem Etikett zwölf, dreizehn oder gar vierzehn Gramm Kohlenhydrate angegeben, ist Vorsicht geboten: Hier könnte deutlich zu viel Zucker beigefügt worden sein. Die Zutatenliste sollte möglichst kurz sein idealerweise besteht sie aus Weißkohl und Meersalz.
Kleinere Mengen zugesetzten Zuckers, wenn sie hinter Salz stehen, sind meist unproblematisch, da der Zucker größtenteils während der Fermentation abgebaut wird.
In Restaurants oder bei industriellen Fertigprodukten kann es hingegen sein, dass deutlich mehr Zucker enthalten ist.
Achten Sie hier besonders auf die Deklarationen.
Zur Qualität der im Sauerkraut enthaltenen Mikroorganismen gibt es Unterschiede. Industriell hergestelltes Sauerkraut enthält meist nicht die optimalen probiotischen Kulturen.
Wer maximale gesundheitliche Vorteile erhalten möchte, sollte daher die eigene Herstellung in Erwägung ziehen. Dennoch bestätigen zahlreiche Studien die positiven Effekte auch von industriell hergestelltem Sauerkraut.