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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Andere Stärken kann der menschliche Darm nicht gut verdauen, aber unsere Darmbakterien schon. Diese Mikroorganismen verarbeiten resistente Stärke zu Glukoseverbindungen und bilden daraus kurzkettige Fettsäuren.
Das fördert andere Teile der Darmflora.
Resistente Stärke zählt zu den sinnvollen Ballaststoffen. Dennoch ist die Quelle entscheidend. Resistente Maisstärke zum Beispiel ist oft lektinhaltig, da Mais selbst reich an Lektinen ist.
Die Entfernung von Mais-Eiweiß ist während der Herstellung oft unvollständig. Resistente Maisstärke kostet nicht selten 50 Euro oder mehr pro Kilo, was für ein einfaches Lebensmittel wie Mais unverhältnismäßig teuer ist.
Bessere Alternativen sind vorhanden, wie etwa die Herstellung von resistentem Dextrin aus Tapioca. Noch besser ist es, resistente Stärke einfach selbst zu erzeugen. Ein bekanntes Beispiel ist das Kochen von Kartoffeln und ihr anschließendes Kühlen über Nacht.
Dadurch wird die problematische Stärke in eine resistente Form umgewandelt und als Ballaststoff nutzbar. Diese Methode kann bei fast allen stärkehaltigen Lebensmitteln angewandt werden, zum Beispiel bei Reis oder Goldhirse.
Studien aus Asien zeigen, dass ein solcher Prozess den Anteil resistenter Stärke im Reis um zehn Prozent erhöht, was sowohl Blutzuckerwerte verbessert als auch das Darmmikrobiom stärkt.
Es wird daher empfohlen, Kohlenhydrate im Voraus zu kochen und über Nacht zu kühlen, um die Vorteile resistenter Stärke zu nutzen. Dies führt zu gesundheitlichen Verbesserungen, die mit Nahrungsergänzungen schwer zu erreichen sind.
Resistente Stärke unterstützt nicht nur die Verdauung, sondern kann insbesondere bei Frauen hormonell positive Effekte haben, da der Insulinspiegel für den Hormonhaushalt wichtig ist.
So können Sie auf natürliche Weise von der Aufnahme resistenter Stärke profitieren, indem Sie diese in Ihren täglichen Ernährungsplan integrieren, ohne auf teure Supplemente zurückgreifen zu müssen.