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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Die Frage, ob bei Reizdarm eine Entzündung im Darm vorliegt, wird oft gestellt. Es ist wichtig zu wissen, dass es entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn gibt, die ähnliche Symptome hervorrufen können und daher ausgeschlossen werden sollten.
Patienten, die eine Reizdarmdiagnose erhalten haben und bereits eine Darmspiegelung hinter sich haben, bekommen häufig gesagt, dass man Reizdarm nicht direkt sehen kann. Doch es gibt Methoden, um Entzündungswerte im Darm zu messen.
Diese Tests sind nicht-invasiv und können über einen Stuhltest durchgeführt werden.
Bei solchen Tests können Entzündungsmarker wie Zonulin, Alpha-1-Antitrypsin und eosinophile Granulozyten gemessen werden.
Diese Ergebnisse sind entscheidend, um dann gezielt gegen die entzündlichen Prozesse im Darm vorzugehen.
Interessant ist, dass bei vielen Fällen von Reizdarmsyndrom die Symptome nicht lebenslang bleiben müssen.
Wenn man die zugrunde liegenden Ursachen erkennt und behandelt, kann das Problem gelöst werden.
Doch kann man nun bei einer Darmspiegelung einen Reizdarm erkennen? Meistens nicht. Selbst wenn eine leichte Rötung beschrieben wird, kann der Gastroenterologe keinen Reizdarm diagnostizieren.
Allerdings zeigen Stuhltests häufig die genauen Anzeichen für eine Entzündung, die auf Reizdarm hinweisen können.
Der Vorteil dieser Entzündungswerte liegt darin, dass man eine konkrete Metrik hat, auf deren Grundlage man behandelt.
Dies erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Therapie enorm.