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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Eine zentrale Frage ist, ob IgE-Antikörper durch Eiweißfasten reduziert werden können. Der Begriff Eiweißfasten umfasst hierbei verschiedene Aspekte, weshalb ich die Begrifflichkeit nicht optimal finde.
Es gibt spezielle Leberentlastungsdiäten, die mit besonders viel Eiweiß arbeiten. Doch was wir in der Praxis machen, sind Fastentermine mit unseren Patientinnen und Patienten, bei denen wir für fünf Tage das Eiweiß auf unter 5 Gramm pro Tag reduzieren.
In dieser Zeit muss sich der Körper Eiweiß aus anderen Quellen ziehen, insbesondere aus seneszenten, überalterten Zellen. Gerade wenn Sie nicht ständig einer Allergie ausgesetzt sind, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper früher oder später auf IgE-produzierende Gedächtniszellen zurückgreift, die diesen spezifischen Allergie-Antikörper produzieren.
Ich selbst kann berichten, dass ich viele Allergien gegen Lebensmittel hatte. Nach dem fünften Fastenzyklus habe ich diese verloren und konnte nach 20 Jahren wieder einen Apfel genießen.
Und ja, es schmeckt gar nicht schlecht! Diese Art des Fastens bietet eine Chance, dass Allergien verschwinden. Aber ich kann Ihnen nie garantieren, bei welchem Fastenzyklus es passieren wird, ob es überhaupt passiert und wie stark der Effekt ist.
Der Effekt vom Fasten ist nur dann anhaltend, wenn man es regelmäßig durchführt. Ich habe damit meinen persönlichen IgE-Spiegel signifikant senken können, auch wenn er noch nicht auf null ist.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Art des Eiweißes in Ihrer Ernährung. Wenn Sie pflanzliches Eiweiß nicht vertragen und sich eher von tierischem Eiweiß ernähren, sollten Sie bei einer fastenahmenden Ernährung sowohl auf pflanzliches als auch auf tierisches Eiweiß verzichten und die Aufnahme auf unter 5 Gramm pro Tag reduzieren.
Ein dauerhaftes Verzichten auf Eiweiß ist nicht ratsam. In der Diskussion um generelle Methionin-Restriktion rate ich grundsätzlich ab, da die negativen Nebenwirkungen größer als die positiven Wirkungen sind.