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Können Nahrungsergänzungsmittel einen Psoriasis-Schub auslösen?

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Video-Transkript

Können Nahrungsergänzungsmittel einen Psoriasis-Schub auslösen?

Viele Menschen mit Psoriasis fragen sich, ob Nahrungsergänzungsmittel einen Krankheitsschub auslösen können.

Dabei ist bekannt, dass bestimmte Medikamente und Umweltfaktoren das Immunsystem beeinflussen und so Psoriasis verstärken können. Auch Nahrungsergänzungsmittel sollten in diesem Zusammenhang nicht unterschätzt werden.

Im Prinzip gilt: Alles, was das Immunsystem stimuliert oder beeinflusst, kann eine Rolle spielen. Dazu gehören Präparate wie Echinacea, aber auch Stoffe, die allgemein als stärkend für das Immunsystem gelten.

Es ist wichtig, bei Auftreten eines Psoriasis-Schubs zu überlegen, ob zuletzt neue oder hoch dosierte Ergänzungsmittel eingenommen wurden.

Vereinzelt gibt es Berichte zu sehr hoch dosiertem Vitamin B12, das Schübe begünstigen könnte.

Ebenso wird hochdosiertes Jod diskutiert, wie es beispielsweise in bestimmten Algenpräparaten wie Spirulina oder Chlorella vorkommt. Üblicherweise nimmt man nur kleine Mengen dieser Produkte auf.

Doch wer täglich große Mengen Algenprodukte zu sich nimmt, könnte das Risiko für einen Schub erhöhen.

Ein weiteres Thema ist das Zink-Kupfer-Verhältnis. Gerade in der Corona-Zeit haben viele Menschen zur Vorbeugung hohe Mengen Vitamin C und Zink eingenommen.

Ihr Körper benötigt jedoch ein ausgewogenes Verhältnis von Zink und Kupfer. Wird isoliert Zink supplementiert, kann dadurch der Kupferhaushalt gestört werden, was indirekt das Immunsystem destabilisieren kann.

Es gibt jedoch auch positive Aspekte: Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und Magnesium zeigen eher eine modulierende Wirkung und können im Kontext der Psoriasis sogar hilfreich sein.

Ein weiterer Faktor, der diskutiert wird, ist das Kapselmaterial von Nahrungsergänzungsmitteln. Hierbei kommt es darauf an, aus welchem Stoff Kapselhüllen bestehen. In der Regel handelt es sich bei pflanzlichen Kapseln um Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC), wovon bislang keine negativen Effekte auf die Darmflora bekannt sind.

Problematischer können hingegen Kapselhüllen sein, die synthetische Verdickungsmittel wie Carboxymethylcellulose enthalten. Diese sowie hoch dosiertes Carrageen könnten in Einzelfällen die Darmbarriere schädigen.

Zusammengefasst sind die klassischen pflanzlichen Kapselhüllen meist gut verträglich und beeinträchtigen die Darmflora nicht merklich. Nur bei seltenen Zusätzen in spezielleren Produkten sollte man aufmerksam sein.


Quellen: The Association Between Psoriasis and Trace Element Serum Levels and Dietary Intake Results from USA National Health and Nutrition Examination Survey 2011-2014.

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