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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Kann man in einer einzigen Mahlzeit den gesamten Proteinbedarf des Tages aufnehmen? In der Regel lautet die Antwort darauf nein. Wenn Sie in unseren Nahrungsplan schauen, sehen Sie, dass wir empfehlen, in jeder Mahlzeit mindestens 20 Gramm Eiweiß zu sich zu nehmen.
Das Patientenhandbuch verdeutlicht, dass die Berechnung des täglichen Eiweißbedarfs über 20 Gramm hinausgeht. Daher sollten die meisten Menschen, um ihren Bedarf korrekt zu decken, eher vier als nur drei Mahlzeiten mit 20 Gramm Eiweiß einplanen.
Falls Sie versuchen, mit weniger Mahlzeiten auszukommen, öffnen Sie der Mangelernährung Tür und Tor. Eiweiß ist ein essenzieller Nährstoff, und der Körper hat keinen Eiweißspeicher.
Überschüssige Mengen wandelt der Körper wahrscheinlich in kurz verfügbare Zucker um, anstatt ein Depot anzulegen. Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Menge des konsumierten Eiweißes nicht die Kapazität des Körpers zur Verstoffwechslung übersteigt.
Der Fokus bei der Ernährung sollte auf den essenziellen Nährstoffen liegen. Essenziell sind Eiweiß und Ballaststoffe. Es gibt auch einen geringen Bedarf an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.
Diese müssen jedoch in Maßen konsumiert werden. Die restlichen Nahrungsmittel sind nach persönlichem Geschmack wählbar, sei es bezüglich der Kohlenhydrate oder sonstiger Fette.
Jeder Mensch hat individuelle biologische Grenzen. Wenn diese überschritten werden, wird von etwas zu viel konsumiert. Die Grenzen bezüglich der Kohlenhydrate variieren individuell. Um dies genauer zu analysieren, nutzen wir häufig einen kontinuierlichen Glukosesensor (CGM), der hilft, festzustellen, wann die richtige Menge an Kohlenhydraten zugeführt wird und wann es zu viel ist.
Solche Daten helfen auch bei der Beurteilung, ob zu viel Eiweiß konsumiert wird.
Was die Energiezufuhr betrifft, so legen wir in unserer Praxis großen Wert darauf, den Ernährungsstatus des Patienten zu kennen.
Dies erlaubt es uns, Rückmeldung zu geben, ob eine Kalorienaufnahme zu hoch oder zu niedrig ist. Diese dynamische und auf den Patienten zugeschnittene Herangehensweise ist viel praktikabler als starre Vorgaben an Grammzahlen oder Kalorienmengen.
Letztlich erfordert eine genaue Anpassung individuelle Daten und analysenbasierte Rückmeldungen.