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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Gibt es einen Zusammenhang zwischen einem Mangel an Progesteron und einem Überschuss an Östrogen und der Schilddrüsenfunktion? Grundsätzlich hat der Östrogenüberschuss einen geringeren Einfluss als der Progesteronmangel.
Denn Progesteron wird auf Zellebene benötigt, um aktives Schilddrüsenhormon wirklich wirken zu lassen.
Und das bedeutet, wir sehen viele Patientinnen nicht nur in der Perimenopause, sondern auch früh im Leben, die nicht ausreichend Progesteron herstellen.
Dies sollte im Blut getestet werden, besonders zwei Tage vor Eintritt der Regelblutung oder während der Menopause. Zeigt sich ein Mangel an Progesteron im Verhältnis zum Östrogenspiegel, sollte überlegt werden, ob ein Ausgleich notwendig ist.
Das Gespräch darüber kann individuell in einer ärztlichen Konsultation erfolgen. Es ist wichtig zu wissen, dass Progesteron auch bei Männern eine bedeutende Rolle spielt. Es beeinflusst die Leistungsfähigkeit und die Stresstoleranz des Körpers.
Östrogenüberschuss kann die Menge an Schilddrüsen-bindendem Protein erhöhen, wodurch mehr Schilddrüsenhormon inaktiv gebunden wird. Hormone nutzen manchmal die gleichen Transportwege im Blut, was Probleme verursachen kann.
Unsere Praxis bietet verschiedene Strategien an, um den Körper bei der Entgiftung und dem Abbau von Östrogen zu unterstützen. Es ist entscheidend, sich der Quellen der Xenoöstrogene bewusst zu werden.
Häufig sind Kosmetika Verursacher. Verwenden Sie Scanner-Apps, um endokrine Disruptoren zu identifizieren. Auch die Einnahme von Naturstoffen wie Mönchspfeffer kann helfen, ist jedoch ein ungewisses Unterfangen, da die Wirkung nicht vorhersagbar ist.
Mönchspfeffer beeinflusst die Hirnanhangdrüse, die AFreisetzung von LH, was die Progesteronproduktion anregt. Doch die Frage bleibt, ob tatsächlich ein Progesteronmangel vorliegt.
Und wenn ja, wie viel mehr gebildet wird. Ein Blackbox-Ansatz birgt Unsicherheiten. Messbare Daten sind unerlässlich.
Es ist sinnvoll, Urintests durchführen zu lassen, um Hormonmetaboliten zu testen.
Bei genetischen Varianten kann es zu Über- oder Unterfunktion bei der Hormonumwandlung kommen. Vitalpilze oder andere natürliche Produkte könnten ausprobiert werden, erfordern aber eine genaue Beobachtung und Kontrolle der Wirkung.
Ein Enzymmangel kann die Schilddrüsenfunktion und den Hormonhaushalt beeinträchtigen. Bei Defiziten sollte ein Ausgleich angestrebt werden. Doch große Mengen an Selen oder Zink führen nicht automatisch zur Idealfunktion hormoneller Drüsen.
Vielmehr soll ein Mangel vermieden werden, ohne dass die Grundprobleme allein dadurch gelöst werden.