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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Nickel ist ein weitverbreitetes Schwermetall und lässt sich in der Erdkruste, im Erdboden, Pflanzen und somit auch in einem Großteil unserer Nahrung finden.
Diese Tatsache löst bei vielen Menschen verständlicherweise Besorgnis aus, insbesondere bei denen, die von einer Nickelallergie betroffen sind. Doch nun zur zentralen Frage: Ist Hirse, ein typisches lektinfreies Lebensmittel, ein Problem für Nickelallergiker?
Nickel steckt in vielen Lebensmitteln - von pflanzlichen über tierische Produkte bis hin zu Wasser.
Eine vollständige Vermeidung ist daher nahezu unmöglich. Es stellt sich jedoch die Frage, ab welcher Menge Nickel wirklich gesundheitliche Probleme auslöst.
Eine Nickel-Kontaktallergie kann durch das Tragen von Nickel-haltigem Schmuck, Knöpfen oder Uhren entstehen und führt oft zu Hautausschlägen.
Wird Nickel durch die Nahrung aufgenommen, kann es zu ähnlichen Reaktionen auf Magen-Darm-Ebene und daraufhin auch zu Hautreaktionen kommen.
Es gibt Hinweise darauf, dass Hirse in besonderen Fällen hohe Nickelkonzentrationen aufweisen kann.
Tatsächlich schwanken die Nickelwerte in Lebensmitteln jedoch stark, abhängig von Anbauort, Bodenbedingungen und Jahreszeit. Hirse ist nicht das einzige betroffene Getreide; auch viele andere Körner wie Buchweizen und Hafer können hohe Nickelwerte aufweisen.
Für Nickelallergiker ist es ratsam, Lebensmittel mit hoher Nickelkonzentration zu meiden. Dazu gehören Schokolade, Soja, Haselnüsse, Mandeln, und einige Hülsenfrüchte.
Stattdessen sollten sie auf Lebensmittel mit niedrigem Nickelgehalt wie bestimmte Milchprodukte und einige tierische Produkte setzen.
Ein häufiger Nichkelaufnahmequell sind nickelhaltige Kochutensilien.
Edelstahlbesteck und -töpfe enthalten oft Nickel, insbesondere die teureren Varianten. Es wird empfohlen, auf nickelfreie Alternativen wie nicht-anlaufende Edelstahlprodukte umzusteigen. Ebenso kann das morgendliche Abfließenlassen des Wassers wichtige sein, wenn die Wasserhähne Nickel enthalten.
Für die meisten Menschen stellt der Verzehr von Hirse und anderen nickelhaltigen Lebensmitteln kein signifikantes Risiko dar. Sollten dennoch Bedenken bestehen, insbesondere bei bereits bekannten Allergien, kann ein einfacher Urin-Test in einer Praxis Klarheit über die Nickelbelastung im Körper schaffen.
So wird die individuelle Verträglichkeit gezielt überprüft und mögliche Gesundheitsrisiken können besser eingeschätzt werden.