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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Morbus Dupuytren, oder die Dupuytren'sche Kontraktur, ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes, die die Handinnenfläche betrifft.
Diese Krankheit führt zu einer Verhärtung und Verdickung der Faszie, wodurch die Finger in eine gebogene Position gezogen werden. Dies kann das Greifen und Halten von Gegenständen erheblich erschweren.
Eine Unterart dieser Erkrankung betrifft die Fußsohle und ist als Ledderhose-Krankheit bekannt. Beide Bedingungen sind relativ häufig, und Schätzungen zufolge sind in Deutschland ein bis zwei Millionen Menschen betroffen, mit einer noch nicht vollständig bekannten Dunkelziffer.
Die genaue Ursache für Morbus Dupuytren ist noch nicht vollständig geklärt, aber genetische Faktoren spielen eine bedeutende Rolle. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, und das Risiko steigt mit zunehmendem Alter.
Weitere Risikofaktoren können Alkoholmissbrauch, Rauchen und Diabetes sein.
Die Behandlung von Morbus Dupuytren hängt von der Schwere der Erkrankung ab. In frühen Stadien kann eine Beobachtung und regelmäßige Kontrolle ausreichend sein.
Wenn die Beweglichkeit der Finger stark eingeschränkt ist, können verschiedene Behandlungsansätze in Betracht gezogen werden. Diese reichen von minimal-invasiven Verfahren wie der Nadelaponeurotomie bis hin zu chirurgischen Eingriffen wie der Fasziektomie.
Es gibt auch nicht-chirurgische Behandlungen wie Strahlentherapie und Injektionen von Kollagenase, die das verhärtete Gewebe aufweichen und die Fingerbeweglichkeit verbessern können.
Eine individuelle Beratung und eine auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittene Behandlung sind entscheidend, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.