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Wie hängt Neurodermitis mit einem gestörten Mikrobiom zusammen, und was kann man tun?

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Video-Transkript

Wie hängt Neurodermitis mit einem gestörten Mikrobiom zusammen?

Neurodermitis, auch als atopische Dermatitis bekannt, ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die oft mit starkem Juckreiz einhergeht.

Betroffene erleben unangenehme Symptome, besonders an typischen Stellen wie den Ellenbeugen. Doch was genau passiert bei dieser Erkrankung, und welche Rolle spielt das Mikrobiom dabei?

Bei Neurodermitis reagiert das Immunsystem übermäßig stark auf harmlose Substanzen.

Man könnte es mit einer Person vergleichen, die unter ständigem Stress steht und dann auf einmal heftig auf eine Kleinigkeit reagiert. Genau so überreagiert das Immunsystem bei Neurodermitis-Patienten.

Das Darmmikrobiom, die Gesamtheit der Mikroorganismen in unserem Darm, spielt eine bedeutende Rolle bei der Regulation des Immunsystems. Studien haben gezeigt, dass es eine enge Verbindung zwischen Darm und Haut gibt.

Bei Neurodermitis-Patienten ist die Vielfalt der Bakterien im Darm, insbesondere der guten Bakterien, oft vermindert.

Ein ausgeglichenes Mikrobiom kann man sich wie eine Sicherheitsmannschaft im Darm vorstellen.

Die guten Bakterien verdrängen die schlechten Bakterien und sorgen so für ein Gleichgewicht. Um die Darmflora bei Neurodermitis zu unterstützen, können Probiotika eine hilfreiche Maßnahme sein.

Allerdings ist es nicht einfach, das perfekte Probiotikum zu finden, da es sehr viele unterschiedliche Bakterienstämme gibt und nicht alle gleich gut untersucht sind.

Es gibt einige Standardprobiotika, die getestet und empfohlen werden können.

Ein Stuhltest kann aufzeigen, welche Bakterien fehlen und welche unterstützt werden sollten. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass manche Probiotika Substanzen wie Inulin enthalten, die auch schlechte Darmbakterien fördern können.

Daher sollte ein gezielter Ansatz gewählt werden, der auf individuellen Testergebnissen basiert.

Neben Probiotika ist auch eine sanfte Hautpflege essentiell. Neutrale Produkte wie Shea-Butter und sanfte Reinigungspräparate sind empfehlenswert.

Ergänzend dazu können, je nach Ausprägung der Allergien, spezifische Medikamente eingesetzt werden. Beispielsweise wirkt Cromoglicinsäure als Mastzellstabilisator und kann allergische Reaktionen mildern.

Eine lektinfreie Ernährung kann ebenfalls von Vorteil sein, um mögliche Trigger zu vermeiden und die Reaktionsfreudigkeit des Immunsystems zu reduzieren. Alles in allem ist eine Kombination aus sanfter Pflege, gezielten Nahrungsergänzungen und gegebenenfalls Medikamenten notwendig, um Neurodermitis und die damit verbundenen Symptome effektiv zu managen.


Quellen: Causal relationship between gut microbiota and rosacea a two-sample Mendelian randomization study.

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