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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Spielt die Blausäure in frischem Maniok eine Rolle?

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Video-Transkript

Maniok als Kartoffelersatz erfreut sich in der lektinfreien Ernährung großer Beliebtheit. Dabei wird insbesondere Maniokmehl empfohlen. Dies liegt daran, dass es während der Herstellung zu einem großen Teil von Blausäure befreit wird.

Blausäure, ein Fraßgift der Maniokwurzel, kann problematisch für den menschlichen Körper sein und ist in frischen Wurzeln noch enthalten.

Während der Verarbeitung von Maniokmehl wird die Blausäure größtenteils abgebaut, was das Mehl zu einer sicheren Option macht.

Im Gegensatz dazu enthalten ganze Maniokwurzeln diese giftige Substanz noch, auch wenn sie in geringen Konzentrationen in nicht-giftigen Sorten vorkommt.

Das Risiko ist also vorhanden, wenn Maniok falsch verarbeitet wird.

Dennoch konsumieren weltweit viele Menschen Maniokwurzeln ohne größere Probleme. Die traditionelle Zubereitung verringert das Risiko, jedoch bleibt ein gewisses Gefahrenpotenzial, weshalb eine alternative Verwendung in verarbeiteter Form empfohlen wird.

Besonders bei der heimischen Zubereitung kann ein Teil der Blausäure in die Luft freigesetzt werden. Dieser Umstand macht es ratsam, frische Maniokwurzeln nicht selbst zu verarbeiten. Stattdessen bieten verarbeitete Produkte eine sicherere Alternative für den Alltagsgebrauch.

Wenn Sie sich jedoch zwischen frischem Maniok und einer Kartoffel entscheiden müssten, wäre Maniok die Wahl, sofern die Verarbeitung richtig durchgeführt wurde. Letzten Endes ist die richtige Vorbereitung entscheidend, um die möglichen Risiken zu minimieren und die Vorteile der Maniokwurzel in einer lektinfreien Ernährung nutzen zu können.


Quellen: Safety Assessment of Cassava Pulp-Derived Dietary Fiber Acute and Sub-Acute Toxicity Evaluation.

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