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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Ein essentieller Aspekt unserer Ernährung ist das Timing der Mahlzeiten. Es stellt sich die Frage, ob größere Abstände zwischen Mahlzeiten dabei helfen, die Darmflora zu verbessern.
Einige glauben, dass der Verdauungstrakt mehr Zeit benötigt, um Reinigungsprozesse durchzuführen und gesunde Bakterien anzusiedeln.
Grundsätzlich müssen Sie sich keine Sorgen machen, wenn Sie häufiger kleine Mahlzeiten zu sich nehmen.
Beobachtungen in der Natur zeigen, dass unsere nahen Verwandten, wie die großen Menschenaffen, den ganzen Tag über essen. Diese Tiere verfügen meistens über ein gesundes Mikrobiom, obwohl sie keine langen Pausen zwischen Mahlzeiten machen.
In Zoos haben sie tagsüber kontinuierlich Zugang zu Futter, doch nachts gibt es keine Nahrung.
Interessanterweise sind wir evolutionär darauf ausgerichtet, nachts nicht zu essen. Melatonin, ein Hormon, das uns beim Schlafen hilft, kann uns insulinresistent machen, was hohe Blutzuckerwerte begünstigen könnte.
Daher ist es sinnvoll, drei Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr zu essen, um den Darm zu entlasten und den Aufbau gesunder Bakterien zu fördern.
Tagsüber hingegen sind mehrere kleine Mahlzeiten durchaus förderlich.
Wir empfehlen nicht, lange Pausen zwischen den Mahlzeiten zu machen. Viele Menschen, die wir begleitet haben, haben gezeigt, dass kleine, aber nährstoffreiche Mahlzeiten zu einer sehr guten Darmflora führen können.
Dies gilt auch besonders, wenn Sie an Gewicht zunehmen möchten, da der Körper ausreichende Kalorien und Proteine benötigt, die über den Tag verteilt aufgenommen werden sollten.