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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Linsen sind ein beliebtes Lebensmittel, das in vielen Küchen verwendet wird. Die Frage, die sich viele stellen, ist, ob Linsen vor dem Kochen im Schnellkochtopf eingeweicht werden müssen.
Der entscheidende Punkt hierbei ist die Garzeit und die Degeneration von Eiweißen, insbesondere Lektinen, die in Linsen enthalten sind. Lektine sind Proteine und ihre Reduktion kann durch Einweichen erreicht werden.
Je höher der Lektinanteil eines Lebensmittels ist, desto länger kann die Zeit sein, die benötigt wird, um diese abzubauen. Deshalb empfehlen wir, den Zubereitungsempfehlungen der Hersteller, die auf der Verpackung angegeben sind, zu folgen.
Insbesondere sollten Sie Linsen einweichen, bis die Schaumschicht im Wasser verschwindet, da diese Schicht Eiweiße, einschließlich Lektine, enthält.
Es gibt jedoch Linsensorten wie geschälte Erbsen oder rote und gelbe Linsen, deren äußere Schale bereits entfernt wurde, was bedeutet, dass die meisten Lektine bereits reduziert sind.
Diese Sorten können direkt im Schnellkochtopf zubereitet werden, ohne dass ein Einweichen erforderlich ist.
Auch bei Dosenprodukten, die oft vorgekocht und verpackt sind, bleibt eine Menge Lektin erhalten, wie Sie an der Schaumbildung beim Abspülen feststellen können.
Das Ziel ist es, am Ende unverträgliche Lektine so weit wie möglich zu reduzieren, um verträgliche Lebensmittel zu haben.
Abschließend sei gesagt, dass die Erfahrung zeigt, dass das Einweichen von Linsen eine gute Praxis ist, die von vielen Generationen, wie auch von Großmüttern, angewandt wurde.