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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Kartoffeln richtig zuzubereiten, ist ein wichtiger Schritt, besonders wenn Sie eine lektinfreie Ernährung anstreben. Die Fragestellerin wollte wissen, ob es für eine lektinfreie Zubereitung ausreicht, Kartoffeln nach dem Garen zu schälen und die Augen zu entfernen.
Ein Lektin ist ein Eiweiß, dessen schädliche Wirkung auf Menschen davon abhängt, dass es seine Struktur behält. Wenn die Struktur einmal degradiert ist, verliert es seine Fähigkeit, an unsere Zelloberflächen zu binden.
Daher bedeutet das Erhitzen eines Lektins, dass es seine Struktur und somit seine schädliche Wirkung verliert.
Beim Garen von Kartoffeln im Schnellkochtopf kommt es darauf an, dass sie lange genug und bei ausreichend hoher Temperatur gekocht werden.
Feuchte Hitze ist hierbei besonders wichtig, da trockene Hitze, wie sie im Backofen entsteht, nicht denselben Degradierungseffekt hat.
Interessanterweise gelangen Lektine nur durch Kochen im Schnellkochtopf vollständig in einen inaktiven Zustand.
Dies ist bei grünem Gemüse, wie Bohnen, besonders gut erforscht. So wird der Lektingehalt in gekochten Bohnen von 7% auf 0,1% reduziert, während im Schnellkochtopf nahezu 0% erreicht werden können.
Kartoffeln enthalten jedoch auch andere Fraßgifte wie Aquaporine, die durch das Erhitzen nicht entfernt werden. Daher sollten Sie Kartoffeln zusätzlich schälen und die Keimpunkte die besonders viele Fraßgifte enthalten entfernen.
Ob Sie die Kartoffeln vor oder nach dem Kochen schälen, macht keinen großen Unterschied. Es ist jedoch wichtig, das Kochwasser nicht weiterzuverwenden, da es gelöste Fraßgifte enthalten kann.
Um die gesundheitlichen Vorteile zu maximieren, empfehlen wir, die Kartoffeln sorgfältig zu schälen und alle farbigen Teile zu entfernen. Das Kochen im Schnellkochtopf hilft dabei, die meisten Lektine zu zerstören, stellt jedoch sicher, dass andere Schadstoffe minimiert werden.