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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Viele Menschen, die sich eine lektinfreie oder lektinarme Ernährung wünschen, unterschätzen die Bedeutung der richtigen Zubereitung von pflanzlichen Lebensmitteln.
Insbesondere Getreide und Hülsenfrüchte aber auch Kartoffeln und Quinoa enthalten Lektine, die durch falsche Zubereitung problematisch bleiben können. Ein sorgfältig geführtes Ernährungstagebuch kann Ihnen schnell helfen, Quellen von Lektinen im Alltag zu erkennen.
Beim Trinken zahlt sich eine bewusste Wahl aus. Matcha-Tee ist in der Regel eine gute Option. Er ist reich an bioaktiven Inhaltsstoffen, die wir auch aus hochwertigem Grüntee kennen. Falls Sie Mandelmilch bevorzugen, achten Sie darauf, eine Variante ohne Schale zu wählen.
Sie ist bei lektinarmer Ernährung zu bevorzugen.
Eiweißquellen wie Bio-Eier sind grundsätzlich gesund, aber auf die Herkunft sollten Sie dennoch Wert legen. Eier von freilaufenden Hühnern aus Mobilstallhaltung sind in der Regel hochwertiger als einfache Bio-Eier.
Gebratene braune Champignons, Frühlingszwiebeln und etwas Zwiebel passen bestens als Beilagen zu Eierspeisen, wenn Sie auf abwechslungsreiche Nährstoffe achten möchten.
Salat sollte regelmäßig eine Rolle spielen.
Besonders Feldsalat auch als Vogelsalat bekannt gilt als eine der besten Wintersalatarten. Er liefert wichtige Mineralien und kann für Abwechslung im Speiseplan sorgen. Kombiniert mit Schafskäse oder Feta bietet er eine wertvolle Calciumquelle.
Viele greifen auf Hülsenfrüchte wie Kichererbsen aus der Dose zurück. Diese sind allerdings nicht lektinfrei. Um unerwünschte Lektine zu entfernen, müssen Kichererbsen mindestens 40 Minuten im Schnellkochtopf gegart werden.
Dies gilt für alle Hülsenfrüchte unabhängig davon, ob sie getrocknet oder aus der Dose sind. Ein weiteres Abspülen in einem Sieb ist zusätzlich empfohlen. Macadamianüsse stellen eine sehr gute lektinarme Snack-Alternative dar.
Auch sauer eingelegte rote Beete ist in der Regel unproblematisch, wenn auf übermäßigen Zuckerzusatz verzichtet wurde.
Die Kartoffelzubereitung sollte gezielt und gewissenhaft erfolgen.
Kartoffeln zuerst im Schnellkochtopf garen, abkühlen lassen und dann erneut backen das minimiert den Lektin- und Glykoalkaloidgehalt. So zubereitet, können Ofenkartoffeln mit Feta und Avocado beispielsweise bedenkenlos genossen werden.
Süßkartoffeln liefern gute Kohlenhydrate, enthalten aber viel Oxalsäure. Kombinieren Sie Süßkartoffeln am besten immer mit einer Calciumquelle, wie Feta oder einem Sauerrahm-Dip oder auch mit kalziumreichem Mineralwasser.
Damit umgehen Sie die negativen Folgen einer erhöhten Oxalsäureaufnahme.
Wenn Sie Schokolade schätzen, empfiehlt sich Zartbitterschokolade. Bei Nussmusen ist weißes Mandelmus am besten geeignet, da die Schale lektinreicher ist als der innere Kern.
Pfiffige Zusätze wie Zimt, Himbeeren oder Apfelstücke ergänzen Ihr Dessert auf gesunde Weise. Gepuffte Quinoa-Produkte sind hingegen nicht lektinfrei und sollten mit gepuffter Hirse ersetzt werden, da Quinoa beim Puffen nicht den notwendigen Garprozess durchläuft.
Auch beim Verzehr von Sushi gilt Vorsicht: Reis und Gurke werden häufig nicht optimal vorbereitet. Mit frischem Sashimi sind Sie meist auf der sicheren Seite, denn Qualität und Frische lassen sich direkt erkennen.
Die Klassiker wie Avocado als Füllung sind in Ordnung. Seien Sie jedoch zurückhaltend bei verarbeiteten Nori-Algen, da auf diese Algen nicht selten Antikörper gebildet werden möglicherweise eine Reaktion auf minderwertige Zusatzstoffe in vermeintlich hochwertigen Sushi-Produkten.
Obst und Gemüse wie „pfel, Mandarinen, Karotten und Brokkoli sind sinnvoll, solange Sie am Tag das ganze Obst und keinen Saft konsumieren, um von den Ballaststoffen und Mikronährstoffen maximal zu profitieren.
Currypulver ist vielseitig, jedoch sollten Sie darauf achten, lektinarme Gewürzmischungen zu wählen.
Wenn Sie Mahlzeiten mit Süßkartoffel zubereiten, ist es problemlos möglich, ein Calciumpulver einzurühren statt Käse oder Milchprodukte hinzuzufügen.
Das erhält den Geschmack und erfüllt dennoch den ernährungsphysiologischen Anspruch.
Es zeigt sich: Mit kleinen Anpassungen in der Auswahl und Zubereitung der Lebensmittel kann eine lektinarme Ernährung sehr abwechslungsreich, gesund und lecker sein.
Schauen Sie regelmäßig in Ihr Ernährungstagebuch und optimieren Sie kontinuierlich Ihre Ernährungsstrategie.