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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Besonders häufig ist dies bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen der Fall.
Viele Menschen erleben eine deutliche Verbesserung ihrer SIBO-Symptome, wenn sie auf eine lektinfreie Ernährung umstellen.
Lektine sind Proteine, die in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen und das Wachstum bestimmter Bakterien im Darm fördern können. Durch den Verzicht auf lektinhaltige Nahrungsmittel kann man das bakterielle Gleichgewicht im Dünndarm wiederherstellen.
Die Diagnose von SIBO erfolgt häufig durch einen Atemtest. Hierbei trinkt der Patient eine Zuckerlösung aus Glukose und Laktulose. Während und nach dem Verzehr atmet der Patient in spezielle Beutel, deren Inhalt im Labor auf Wasserstoff und Methan untersucht wird.
Diese Gase sind Stoffwechselprodukte der im Dünndarm fehlbesiedelten Bakterien. Eine zu frühe Fermentation dieser Zucker deutet auf eine Fehlbesiedlung hin.
Ein häufiger Grund für das Auftreten von SIBO ist ein Mangel an Magensäure.
Normalerweise sollte der Mageninhalt sauer genug sein, um die Mehrzahl der Bakterien abzutöten. Ein Mangel an Magensäure erlaubt es jedoch, dass Bakterien über den Dünndarm hinaus überleben und sich ansiedeln können.
Ein einfacher Test mit Natriumbicarbonat kann Aufschluss über die Menge der vorhandenen Magensäure geben.
Die Behandlung von SIBO umfasst in der Regel mehrere Schritte. Neben der Umstellung auf eine lektinfreie Ernährung kann eine Erhöhung der Magensäure mittels Vitalstoffen wie Betainhydrochlorid sinnvoll sein.
Auch der Einsatz von probiotischen Sporenbildnern zur Verdrängung der krankmachenden Bakterien ist eine bewährte Methode.
In der Schulmedizin wird oft das Antibiotikum Rifaximin eingesetzt, aber es gibt auch natürliche Alternativen.
Kräutertees wie Pfefferminztee oder Oreganoöl können vorteilhaft sein. Ebenfalls wirksam gegen Methan-bildende Bakterien sind Knoblauchkapseln.
Unabhängig von den gewählten Maßnahmen bleibt die Ernährungsumstellung der wichtigste Schritt, um eine langfristige Verbesserung und das Verhindern von Rückfällen zu erreichen.
SIBO erfordert eine gezielte und dauerhafte Therapie, bei der eine ganzheitliche Betrachtung des Patienten notwendig ist.