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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Welche Milchsäurebakterien in einem Joghurt können mir guttun, welche sind neutral, welche können mir schaden? Es gibt häufig Aussagen in der Werbung über bestimmte rechtsdrehende Milchsäurekulturen.
Wer das nachlesen möchte, sieht dies in unserem Patientenhandbuch genauer erklärt.
Es gibt jedoch einen 'bösen Zwilling' der Milchsäure, den unser Körper herstellt.
Dabei gibt es zwei Arten: D-Laktat, welches eine toxische Wirkung auf menschliche Nervenzellen hat, und L-Laktat, das für uns ein Nährstoff ist. Der menschliche Körper kann für die richtige Milchsäure, L-Laktat, sehr gut Energie herstellen, insbesondere im Gehirn.
Ein zentrales Problem besteht darin, dass einige Milchsäurebakterien entweder beide Formen von Milchsäure herstellen können oder nur die für uns schädliche Form. In einer typischen Frage zum Joghurt mit den Hauptkulturen Streptococcus thermophilus und Lactobacillus bulgaricus, stellt sich die Frage, ob dieser schädlich sein kann.
Die bulgarische Joghurtkultur produziert die falsche Art der Milchsäure und könnte dadurch gesundheitliche Probleme verursachen.
Je dichter Ihr Magen-Darm-Trakt ist, desto weniger von dieser falschen Milchsäure gelangt in den Körper.
Auf Magen-Darm-Ebene ist die Milchsäure sogar erwünscht, da sie das Wachstum der Fäulnisflora hemmt. Aber wenn die falsche Milchsäure in den Körper eindringt, ist dies problematisch.
Das hängt stark davon ab, wie dicht Ihr Magen-Darm-Trakt ist.
Für Anfänger in der lektinfreien Ernährung ist es ratsam, um Joghurts mit problematischen Kulturen einen Bogen zu machen.
Fermentieren Sie lieber mit Bifidobakterien, die immer eine gute Wahl sind, im Gegensatz zu den meisten Laktobazellen. Die richtige Milchsäureproduktion ist wichtig, besonders bei einer Histaminintoleranz.
Histaminintoleranz kann zu mehr Symptomen führen, wenn mehr Histamin aufgenommen wird. Oft enthalten fermentierte Lebensmittel viel Histamin, da Laktobazellen wie Lactobacillus bulgaricus verwendet wurden, welche aktiv Histamin produzieren.
Ein Joghurt, der mit Streptococcus thermophilus fermentiert wurde, könnte besser vertragen werden, da er sich histamineutral verhält. Bakterien, die aktiv Histamin abbauen, sind dabei besonders empfehlenswert.
Selbst fermentieren bringt viele Vorteile: Eine größere Menge an Milchsäurebakterien erreicht den Magen-Darm-Trakt und hilft gegen eine zu hohe Menge an Fäulnisflora. Kommerzielle Joghurts werden oft milder fermentiert, um den Milchzuckeranteil hochzuhalten.
Eigenes Fermentieren erlaubt es, den Prozess länger laufen zu lassen und mehr Milchsäure zu produzieren. So entstehen eventuell zusätzliche gesundheitliche Vorteile.