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Intrinsic Factor bei Gastritis

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Lektinarme Ernährung und der Intrinsic Factor bei Gastritis

Autoimmungastritis ist ein Krankheitsbild, das immer wieder Anlass zur Sorge gibt. Im Vordergrund steht dabei der sogenannte Intrinsic Factor.

Bei vielen Betroffenen sind Antikörper gegen den Intrinsic Factor nachweisbar. Zusätzlich treten oft Antikörper gegen die Parietalzellen auf.

Bei einer Magenspiegelung werden Gastritiden klassisch in drei Formen eingeteilt: Typ-A-Gastritis (Autoimmungastritis), Typ-B-Gastritis (bakterielle Form) und Typ-C-Gastritis (chemisch ausgelöste Gastritis).

Viele Patientinnen und Patienten erhalten Diagnosen wie žMagenschleimhautentzündung Typ CÜ und berichten gleichzeitig über einen nicht ausreichenden Intrinsic Factor. Es ist möglich, dass beide Gastritis-Typen vorkommen oder die Diagnostik für eine Typ-A-Gastritis nicht ausreichend durchgeführt wurde.

Sollte das Blutbild auf entsprechende Antikörper nicht untersucht worden sein, so sollte dies nachgeholt werden.

Der Intrinsic Factor ist entscheidend für die Aufnahme von Vitamin B12.

Viele Betroffene weisen niedrige B12-Werte im Blut auf. Selbst eingenommene Vitamin-B12-Tabletten führen häufig nicht zur erhofften Verbesserung, da der Funktionsverlust des Intrinsic Factors die Aufnahme limitiert.

Um eine adäquate Versorgung sicherzustellen, empfehlen wir häufig flüssiges Vitamin B12 als Tropfen zur sublingualen Aufnahme unabhängig vom Intrinsic Factor um stabile Vitamin-B12-Spiegel zu erzielen.

Die Frage, ob sich der Intrinsic Factor durch eine lektinarme und entzündungsarme Ernährung bessert, lässt sich nach bisherigen Erfahrungen bejahen. Wir betreuen regelmäßig Patientinnen und Patienten mit Autoimmungastritis und nachgewiesenen Antikörpern.

Mit gezielter Ernährungsumstellung, die arm an Lektinen und Entzündungsfaktoren ist, beobachten wir häufig eine Verbesserung der Befunde. Mitunter erreicht man sogar eine Remission, begleitet von deutlichen Abfällen der Antikörperspiegel.

Dies ist relevant, denn chronische Schleimhautentzündungen erhöhen das Risiko für Folgeerkrankungen, im Extremfall für Magenkrebs.

Daher sollte die Behandlung nicht dabei stehen bleiben, Vitamin B12 lediglich durch alternative Einnahmeformen zuzuführen.

Ziel ist es vielmehr, die chronische Gastritis und ihre Ursachen aktiv zu behandeln. Viele Menschen unterschätzen die Auswirkungen einer chronischen Gastritis, gehen erst bei erneut auftretenden Beschwerden wieder zur Untersuchung nur um festzustellen, dass die Erkrankung fortbesteht.

Für eine nachhaltige Genesung ist es wichtig, die Ursachen zu adressieren, zu denen neben Lektinen häufig weitere Nahrungsmittel-Sensitivitäten und Allergien gehören. Es empfiehlt sich, bei Unklarheiten gezielt abzuklären, ob solche Reaktionen bestehen.

Im Rahmen der Ernährungsumstellung werden nicht nur Lektine eingeschränkt. Es findet eine umfassende Suche nach individuellen Lebensmittelintoleranzen und Sensitivitäten statt.

Erst dann lassen sich die besten Effekte erzielen. Ein gesunder Magen-Darm-Trakt und eine suffiziente Versorgung mit Vitamin B12 sind grundlegende Voraussetzungen für gut funktionierende Mitochondrien und einen intakten Energiestoffwechsel.

Die Versorgung mit Vitamin B12 sollte regelmäßig überprüft werden, wobei nicht nur der B12-Serumwert, sondern auch der Homocystein-Wert mit in die Beurteilung einbezogen wird.

Steigt Homocystein trotz B12-Ergänzung an, sollte auch auf mögliche genetische Faktoren und Co-Faktoren wie Vitamin B6 und Folsäure geachtet werden.

Typ-C-Gastritiden sind besonders vielschichtig, da sie verschiedene Ursachen haben können: von übermäßigem Alkohol, Kaffee und Rauchen bis hin zu Medikamenten wie Ibuprofen oder durch Reaktionen auf bestimmte Nahrungsbestandteile.

Auch eine Lektinunverträglichkeit fällt unter die Typ-C-Gastritis und kann ähnliche Beschwerden verursachen. Die therapeutische Konsequenz orientiert sich daher an den individuellen Auslösern.

Besteht bereits eine Vorschädigung der Magenschleimhaut durch Medikamente oder anhaltenden Stress, wird das System anfälliger für weitere Reize, etwa durch Lektine. Deshalb ist ein strukturierter und individueller Ansatz in der Behandlung wesentlich, um der Entzündung dauerhaft entgegenzuwirken.

Die Erfahrung zeigt, dass viele Betroffene durch konsequente Umstellung auf eine lektinarme und entzündungsarme Ernährung deutliche Besserungen ihrer Gesundheit und Laborparameter erzielen können.


Quellen: Case Report Concurrent autoimmune gastritis and high-grade dysplasia in a gastric hyperplastic polyp.

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