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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Und genau da setzen wir an: bei der Frage, kann Obst eigentlich schaden?
Wenn ich beispielsweise Äpfel für längere Zeit einlagere oder Früchte einfriere, wie Johanniskraut oder Blaubeeren, bleibt deren Fructosegehalt unverändert.
Fructose, ein natürlicher Zucker in Früchten, ist in der Tat nicht grundsätzlich schlecht, aber es kommt auf die Menge an.
Interessanterweise löst Fructose nicht automatisch eine Gewichtszunahme aus, erst wenn unerwartet große Mengen konsumiert werden.
Fachleute empfehlen, die Tagesaufnahme von Fructose auf ca. 40 Gramm zu beschränken. Bei einer Zerlegung dieser Menge auf 24 Stunden, kommt man auf etwa zwei Gramm Fructose pro Stunde, die man problemlos zu sich nehmen kann, ohne negativen Effekte wie eine schnelle Gewichtszunahme zu riskieren.
Eine wichtige Erkenntnis dabei ist: Es geht nicht nur darum, welche Früchte man isst, sondern auch, wie man sie isst. Der Konsum von ganzen Früchten ist dabei immer dem von Fruchtsäften vorzuziehen, da ganze Früchte im Gegensatz zu Säften, Ballaststoffe enthalten, die die Fructoseaufnahme verlangsamen.
Ballaststoffreiche Begleitnahrung, wie beispielsweise Flohsamenschalen oder Kokoschips, können die Fructoseaufnahme weiter optimieren. Diese Kombination ermöglicht es dem Körper, mehr Fructose über einen längeren Zeitraum hinweg zu verarbeiten, ohne den Körper zu überlasten.
Insbesondere bei der Auswahl der Früchte können Beeren, wie Johannisbeeren oder Heidelbeeren eine gute Wahl sein. Sie enthalten nicht nur wichtige Nährstoffe und Antioxidantien, sondern haben in Kombination mit Ballaststoffen einen moderaten Effekt auf den Fructosemetabolismus im Körper.
Fazit ist, dass Früchte und deren natürlicher Zuckergehalt, die Fructose, ein Teil einer gesunden Ernährung sein können, solange sie in sinnvoller Menge und in Kombination mit ballaststoffreichen Lebensmitteln konsumiert werden.