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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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In der Welt der lektinfreien Ernährung stellt sich häufig die Frage: Kann man auf Flav-Drops, also künstliche Aromen, zurückgreifen, um den Geschmack gewohnter Speisen zu erhalten? Einer unserer Programmteilnehmer fragte nach dem Geschmack von Erdnuss oder Erdnussbutter.
Erdnüsse selbst sind wegen ihrer Schimmelpilzbelastung und Lektine, die Erdnüsse enthalten, keine Option. Zudem haben sie eine hohe Allergie-Rate.
Beim Essen geht es jedoch nicht nur um Nährstoffe, sondern auch um Gewohnheit und Lebensqualität.
Daher treten häufig Aromen in den Vordergrund. Hinter dem Begriff versteckt sich eine chemische Verbindung, häufig aus Mineralöl gewonnen, die durch Zufall so schmeckt wie ein Lebensmittel.
So kann zum Beispiel Wein Aromen enthalten, die an Minze oder Himbeere erinnern, trotz ihrer Abwesenheit. Das gleiche gilt für Flav-Drops mit Erdnussgeschmack.
Beim Blick auf die Zutaten von Flav-Drops sind häufig 100% natürliche Aromen, Wasser und ein Süßstoff wie Sucralose enthalten.
Obwohl Sucralose ein verbreiteter Süßstoff in der Fitnessbranche ist, könnte er möglicherweise die Darmflora negativ beeinflussen. In sehr geringen Mengen gilt er jedoch als vertretbar, auch wenn er nicht jedermanns Favorit ist.
Weitere typische Inhaltsstoffe von Aromen können Lebensmittelqualitätskonzentrate oder Lösungsmittel wie Polyglykol sein. Diese Substanzen gelten weitgehend als unbedenklich, obwohl gelegentlich allergische Reaktionen beschrieben werden.
Beim Kauf von Aromen oder sogenannten Flav-Drops lohnt sich eine gründliche Recherche, denn es gibt sie in unterschiedlichen Qualitäten. Die Meinungen sind geteilt, weshalb ein persönlicher Test ratsam ist.
Das pure Aroma an sich sollte dem Körper keinen Schaden zufügen. Doch es gibt Menschen, die sehr empfindlich auf Aromen reagieren.
Für diejenigen, die sich am Anfang einer lektinfreien Diät befinden, empfiehlt es sich, möglichst wenige Kompromisse einzugehen, um die positiven Effekte der Ernährungsumstellung nicht zu beeinträchtigen.
Erst wenn sich der Körper an die neue Ernährungsweise gewöhnt hat und es einem gut geht, kann man beginnen, Aromen und Geschmacksexperimente behutsam einzuführen.