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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Diese sind vorwiegend in pflanzlichen Quellen, wie zum Beispiel Leinöl, zu finden. Dennoch rate ich oft von übermäßigem Konsum ab. Warum? Nur ein kleiner Bruchteil von ALA wird im Körper zu Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt, den für uns essenziellen Fettsäuren.
Gleichwohl lassen sich ALA-Werte im Körper messen. Bei den meisten Menschen, so meine Erfahrung, finden wir selbst ohne die Einnahme von Lein- oder Hanföl ausreichende Spiegel. Sollte sich jedoch ein Mangel zeigen, so ist dies nicht automatisch gleichbedeutend mit einem pathologischen Zustand, vorausgesetzt, es besteht ansonsten eine gute Omega-3-Versorgung.
Überraschenderweise konnten wir bislang fast nie signifikante Mängel beobachten. Und selbst bei einer lektinfreien Ernährung scheint der ALA-Bedarf in der Regel gedeckt. Solch ein Therapieziel verfolge ich daher selten.
Experimente zeigen, dass eine gezielte Erhöhung des ALA-Spiegels meist keinen klinischen Unterschied bewirkt. Einige Patienten äußern dennoch Bedenken. Sollte man es als Nahrungsergänzungsmittel versuchen? Ja, einige haben das ausprobiert.
Doch unsere Erfahrung zeigt, dass höhere ALA-Werte oft keinerlei bemerkbare Effekte mit sich bringen. Dies deutet darauf hin, dass die Priorität nicht unbedingt auf der isolierten Ergänzung von ALA liegen sollte, sondern vielmehr auf einer ausgewogenen Omega-3-Fettsäurezufuhr