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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Eine lektinfreie Ernährung kann tatsächlich den Bedarf an Schilddrüsenhormonen beeinflussen. Wir sehen häufig, dass durch die Reduktion von Autoantikörpern im Körper, insbesondere TPO (Thyrioperoxidase) und THK-Antikörpern, die natürliche Funktion der Schilddrüse entlastet wird.
Diese Antikörper blockieren normalerweise die Schilddrüsenfunktion, was man sich wie das Eindringen von Dieben in eine Fabrik vorstellen kann, die die Maschinen oder Rohstoffe stehlen.
In der Schilddrüse wird Eiweiß zusammen mit Jod als Rohstoff aufgenommen.
Enzyme, die als TPO bekannt sind, fügen an das Eiweiß Jodatome an, wodurch die aktiven Schilddrüsenhormone, wie T4, entstehen. Wenn die TPO-Antikörper die Funktion dieser Enzyme beeinträchtigen, produziert die Schilddrüse weniger Hormone.
Dies kann dazu führen, dass der TSH-Wert im Blut steigt, was auf eine verringerte Hormonproduktion hindeutet und das Wohlbefinden beeinträchtigt.
Die äußere Zufuhr von Schilddrüsenhormonen kann diesen Mangel zeitweise ausgleichen, ähnlich wie der Ersatz einer nicht lieferbaren Waschmaschine durch eine andere Marke.
Doch die lektinfreie Ernährung zielt darauf ab, zukünftige Schäden zu verhindern und die Antikörperbindung im Blut zu reduzieren. Langfristig kann dies dazu beitragen, die natürliche Produktion von Schilddrüsenhormonen zu fördern.
Es ist essenziell, eine solche Ernährungsumstellung und die Einnahme von Schilddrüsenhormonen unter ärztlicher Aufsicht zu steuern. Regelmäßige Kontrollen sind notwendig, um sicherzustellen, dass die Schilddrüsenfunktion optimal bleibt und die Hormonspiegel im Gleichgewicht sind.
Dies ist besonders wichtig, wenn die Dosierung der Schilddrüsenhormone angepasst werden muss, sobald die Antikörper im Blut nachweislich gesunken sind.