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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Der gängige Glaube, dass ein Schnellkochtopf zur Entgiftung dieser Elemente ausreichend ist, ist weit verbreitet. Doch warum ist dies nicht immer der Fall? Ein wesentlicher Punkt besteht darin, dass Lektine und Eiweiße eng miteinander verwandt sind, da Lektine selbst Proteine sind.
Die Denaturierung, eine Veränderung der Struktur von Proteinen, führt zum Funktionsverlust dieser Moleküle. Um diese Veränderung herbeizuführen, sind spezifische Temperaturen notwendig.
Bei vielen Lektinen reicht einfaches Kochen in 100°C heißem Wasser nicht aus, um die Denaturierung zu vollziehen. Der Schnellkochtopf erzeugt Temperaturen von etwa 118°C, die für einige Lektine ausreichend sind.
Doch nicht alle Lektine lassen sich auf diese Weise unschädlich machen, da manche eine noch höhere Hitze benötigen. Dieser Umstand bedeutet, dass Lebensmittel, die Lektine enthalten und nicht vollständig durch diese Temperaturen inaktiviert werden können, wie beispielsweise Hafereiweiße, auch nach dem Kochen aktiv bleiben.
Diese Tatsache setzt eine Grenze bei der Verwendung eines Schnellkochtopfes. Darüber hinaus führt übermäßige Hitze dazu, dass Proteine nicht nur denaturieren, sondern das Lebensmittel als solches ungenießbar wird.
Eine extremer hoher Temperatur kann sogar zur Verkohlung führen, wodurch der Nährwert verloren geht. Ein praktisches Beispiel ist das Backen von Brot oder Kuchen. Glutenhaltige Getreideprodukte, die ebenfalls Lektine enthalten, behalten oft ihre Struktur bei, selbst wenn sie gebacken wurden.
Ein glutenhaltiger Kuchen bleibt zusammen, während ein lektinfreier Kuchen oft krümeliger ist. Dies verdeutlicht, dass nicht alle Lektine durch Backen zerstört werden können. Der Ernährungsplan, der entwickelt wurde, verzeichnet viele Jahre der Forschung und Erfahrung, um eine gesunde und appetitliche Nahrung zu gewährleisten.
Auch wenn die vollständige Beseitigung von Lektinen in einigen Getreidesorten nicht möglich ist, hält der Plan nützliche Alternativen bereit. Die Lektinreduktion in der Ernährung bleibt ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Gesundhei