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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Laktoseintoleranz wird oft als normal angesehen, denn viele Menschen verlieren mit zunehmendem Alter die Fähigkeit, Milchzucker effektiv zu verdauen. Interessanterweise haben Menschen europäischer Abstammung eine genetische Mutation, die es ihnen ermöglicht, auch nach der Kindheit Milchprodukte zu konsumieren.
Doch weltweit gesehen bleibt dies eine Ausnahme. In Gesellschaften, in denen Milchprodukte standardmäßig konsumiert werden, ist das Bewusstsein für Laktoseintoleranz entscheidend. Sollten Sie nicht genügend vom Enzym Laktase, das für die Verdauung von Milchzucker notwendig ist, haben, kann Milchzucker zu einem unverdaulichen Ballaststoff werden.
Kleine Mengen von laktosereduzierten Lebensmitteln wie Joghurt können manchmal hilfreich sein. Doch vorsicht: unzureichend verdaute Laktose kann Blähungen und andere Verdauungsbeschwerden verursachen.
Dazu kann die Ansammlung von Milchsäurebakterien im Darm führen, die Gas produzieren und den Magen-Darm-Trakt belasten. In schweren Fällen könnte dies sogar Mikroverletzungen und ein durchlässiges Darmsyndrom (Leaky Gut Syndrome) bewirken, was die Schleimhaut beeinträchtigt.
Für einige beginnt eine Lektinunverträglichkeit genau hier: Mit einer unerkannten oder ignorierten Laktoseintoleranz. Dies kann das Risiko für Mikroläsionen erhöhen und die Anfälligkeit gegenüber Lektinen steigern.
Daher ist es ratsam, eine bestehende Laktoseintoleranz ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln. Optionen sind der Verzicht auf laktosehaltige Produkte oder die Verwendung von Enzympräparaten wie Laktase.
Manchmal können auch laktosefreie Produkte, bei denen der Milchzucker in verdaulichere Zucker umgewandelt wurde, eine Lösung bieten. Letztlich gilt es, genau herauszufinden, wie viel Laktose tolerierbar ist, da individuelle Grenzen schnell überschritten werden können.
Diese sollten gegebenenfalls durch Tests überprüft werden, um sicherzugehen, dass keine entzündlichen Reaktionen auftreten