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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Tomaten sind ein fester Bestandteil vieler Küchen weltweit. Doch viele Menschen stellen sich die Frage: Können Tomaten Gelenkschmerzen verursachen? Die Antwort lautet: Ja, das können sie, und zwar hauptsächlich aufgrund ihres Lektin-Gehalts.
Lektine sind Proteine, die in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. In Tomaten sind sie besonders konzentriert. Lektine können an die Zellmembranen binden und bei empfindlichen Menschen Entzündungen und in der Folge Gelenkschmerzen auslösen.
Daher empfiehlt es sich, Tomaten so zuzubereiten, dass der Lektin-Gehalt minimiert wird.
Ein bewährter Tipp, den wir von den Italienern übernehmen können, ist das Schälen und Entkernen der Tomaten.
Dieser einfache Schritt kann einen Großteil der Lektine entfernen. Dies hat den weiteren Vorteil, sich weniger Gedanken über den sauren pH-Wert der Tomaten machen zu müssen. Denn die Säure trägt im Wesentlichen nicht zur Entstehung von Gelenkschmerzen bei es sind vor allem die Lektine.
Durch das richtige Zubereiten der Tomaten, wie das Schälen und Entkernen, können sie sogar sehr entzündungshemmende Lebensmittel sein. Tomaten enthalten Lycopin, einen roten Farbstoff, der antioxidative Eigenschaften besitzt.
Lycopin wird interessanterweise durch das Kochen angereichert, was bedeutet, dass in der Regel gekochte Tomaten gesünder sind als rohe Tomaten. Geschälte, entkernte und gekochte Tomatenprodukte, wie Passata oder Tomatensaucen, sind daher besonders empfehlenswert.
In Studien wurde festgestellt, dass in der westlichen Ernährung die Hauptquellen für antioxidative Stoffe Kaffee sowie Tomatenprodukte wie Ketchup und Tomatensaucen sind. Damit diese Produkte nicht entzündungsfördernd wirken, sollten sie aus geschälten und entkernten Tomaten bestehen.
Die gute Nachricht ist, dass in Italien gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Tomatenpassata aus geschälten und entkernten Tomaten hergestellt wird. Achten Sie deshalb auf Tomatensaucen, die tatsächlich aus Italien stammen.
Wenn Sie im Supermarkt eine durchsichtige Flasche Tomatensauce sehen, können Sie überprüfen, ob sich Kerne am Rand befinden. Fehlen die Kerne, ist dies ein gutes Zeichen. Prüfen Sie dennoch, ob die Sauce püriert ist, da hierbei die Kerne möglicherweise mit püriert wurden.
In solchen Fällen kann es nützlich sein, den Hersteller zu kontaktieren oder auf den Produktdetails nach Hinweisen zu suchen.
Es gibt mittlerweile auch Produkte, bei denen Tomaten zuerst geschält, dann püriert und anschließend die Kerne durch ein Netz herausgefiltert werden.
Diese Produkte weisen in der Regel einen sehr niedrigen Lektin-Gehalt auf und verursachen daher keine Gelenkschmerzen mehr.
Vermeiden Sie hingegen Tomatenpüree mit Kernen, da diese eine höhere Konzentration an Lektinen enthalten können, die möglicherweise zu Gelenkschmerzen führen.