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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Kann ich Kochwasser aus dem Schnellkochtopf weiterverwenden?

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Video-Transkript

Viele Menschen fragen sich, ob das Kochwasser aus dem Schnellkochtopf sicher wiederverwendet werden kann. Grundsätzlich kann man das Wasser nach dem Kochen von Gemüse bedenkenlos trinken oder weiterverwenden - es sei denn, Sie haben Lektine oder Oxalsäure im Spiel.

Lektine, die in Lebensmitteln wie Bohnen und Linsen vorkommen, können beim Kochen in das Wasser übergehen.

Es ist bekannt, dass einige der Lektine auch während des Kochens zerstört werden, insbesondere wenn die Garzeit verlängert wird.

Einige Lebensmittel, wie zum Beispiel Chili con Carne, enthalten alle Zutaten und werden so lange gekocht, dass Lektine weitgehend zerstört werden. Andererseits wird empfohlen, das Kochwasser von Lebensmitteln mit hoher Lektinkonzentration, wie zum Beispiel Farabohnen, zu verwerfen.

Dies liegt daran, dass Lektine im Wasser gelöst werden können, was bei der Wiederverwendung des Wassers zu unerwünschten Effekten führen könnte, wie ein unangenehmes Schäumen bei der Zubereitung.

Bei Lebensmitteln mit hohem Oxalsäuregehalt - beispielsweise Rote Bete und Spinat - kann Oxalsäure in das Kochwasser übergehen. Hier können Sie zur Lösung des Problems Calcium hinzufügen.

Dies kann in Form von Calciumcarbonat oder Calciumpulver geschehen und bindet die Oxalsäure. Alternativ können Sie das Calcium in Form von Saucen oder Dips zum Essen hinzufügen. Diese Methode ist sowohl praktisch als auch genussvoll und hilft, das Risiko der Aufnahme von zu viel Oxalsäure zu minimieren.


Quellen: Changes in levels of phytic acid lectins and oxalates during soaking and cooking of Canadian pulses.

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